Besondere Veranstaltungen in der Kinderheilkunde: Kommunikationstraining, Reanimationskurs und Kinder-rheumatologisches Seminar
Im Sinne einer besseren Vorbereitung auf den nahenden Berufsalltag haben wir ein zweistündiges, videogestütztes Kommunikationstraining (Überbringen schlechter Nachrichten) eingeführt. Es soll den Studenten Gelegenheit geben, schwierige Gesprächssituationen in der Pädiatrie in Rollenspielen zu simulieren. Jede Seminargruppe (20 Teilnehmer) wird von jeweils zwei Dozenten betreut, wobei die von den Studierenden gewählte Gesprächssituation zunächst parallel in zwei Gruppen in getrennten Räumen per Video aufgezeichnet wird. Jeweils drei Teilnehmer übernehmen die Rolle eines Arztes und eines Elternpaares. Grundlegende Besonderheit ist die fundierte Analyse und Diskussion beider Videoaufzeichnungen in der großen Gruppe, die im Anschluss an die Aufzeichnungen zusammengeführt wird. Zum Abschluss erhalten die Teilnehmer ein Merkblatt, das einige wichtige Grundregeln des Arzt-Patient-Gespräches zusammenfasst. Die an dieser Veranstaltung ausschließlich beteiligten 14 Dozenten wurden von zwei erfahrenen Mitarbeitern unserer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in mehreren Sitzungen angeleitet und werden kontinuierlich zweimal im Semester geschult.
Das bisherige Angebot wird nun durch freiwillige Veranstaltungen für besonders interessierte Studierende ergänzt: einen Kinder-Reanimationskurs, der – wie viele der Seminare – in unserem „Zentrum für Unterricht und Studium, ZeUS“ stattfindet, und das Kinder-rheumatologische Seminar.
Der pädiatrische Reanimationskurs wird von Kollegen unserer pädiatrischen Intensivstation betreut und erfreut sich großer Beliebtheit. Wir bieten mit dieser Veranstaltung 50% der Studierenden die Möglichkeit, Kenntnisse und Fertigkeiten auf dem Gebiet der pädiatrischen Reanimation zu erwerben. Das rheumatologische Seminar wird von Kollegen unserer Abteilung für pädiatrische Rheumatologie angeboten. Studierende haben die Möglichkeit, Patienten mit rheumatologischen sowie immunologisch-infektiologischen Fragestellungen im Rahmen der Spezialambulanz zu sehen, zu untersuchen und Differentialdiagnosen zu erarbeiten.