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Forschung

Historische Entwicklung der Wissenschaft an der Klinik

Die Forschung dieser Klinik blickt auf eine langjährige Tradition zurück. Aus den ärmlichen Verhältnissen der Gründungszeit (1848-1884) unter August von Hauner fand eine naturwissenschaftlich geprägte, forschende Arbeitsweise einen kraftvollen Auftakt unter Heinrich von Ranke (1886-1905) im damals neu erbautem Kinderspital in der Lindwurmstrasse. Ein Laboratorium für mikroskopische, chemische und bakteriologische Arbeiten wurde eingerichtet. Als Assistent Rankes beschrieb Theodor Escherich 1886 in seiner Habilitationsarbeit das später nach ihm benannte (E.coli) Bakterium coli commune; ein Meilenstein der Medizingeschichte. Die Münchner Kinderklinik zählte zu den ersten Spitälern, in denen 1893 das von Emil von Behring entwickelte Antiserum gegen das Diphtherietoxin klinisch erprobt wurde. Ab dem Jahre 1906 begründete Meinhard von Pfaundler eine klinische Schule der Kinderheilkunde, mit einem sehr hohen wissenschaftlich geprägten Qualitätsanspruch. Die analytische Begabung Meinhard von Pfaundlers, verknüpft mit einer Arbeitsweise von penibler klinischer Beobachtung, bestimmte über 30 Jahre hinweg die wissenschaftliche Herangehensweise seiner Schüler. Im Laufe der Zeit verbreiteten sechs seiner Oberärzte, später als berufene Ordinarien und Direktoren an anderen Kinderkliniken, die Münchner Schulmedizin der Kinderheilkunde in ganz Deutschland. In der damaligen Zeit waren die Bekämpfung von Infektionserkrankungen und Probleme der Ernährung vorrangige Forschungsfelder. Als Beispiel für damals - bisweilen auch lebensrettende - wissenschaftliche high impact Resultate der Klinik, sei die Beschreibung der ersten künstlichen Säuglingsernährung und die damit zusammenhängende Firmenausgründung (1934) durch den Laborleiter Professor Günther Malyoth erwähnt. Sein Wahlspruch Alete (lat. Imperativ)- Gedeihet ! findet sich auch noch heute als Markenname für Babynahrung. Bahnbrechend für die damalige Zeit war auch die Beschreibung wirksamer Rekonvaleszentenseren gegen das Masern-Virus durch Rudolf Degkwitz im Jahr 1920, der dieses vom Menschen gewonnene Heilserum erstmals an dieser Klinik erfolgreich prophylaktisch und therapeutisch einsetzte. Ein Pionierversuch auf der Wegstrecke der Entwicklung heutiger Hyperimmunplasmen.
Alfred Wiskott (1939-1967), dessen Name sich mit dem Wiskott-Aldrich-Syndrom verbindet, musste vor und auch nach dem 2.Weltkrieg die Klinik durch viele Wirren führen und aus baulichen Ruinen wieder aufbauen. Trotzdem etablierte er etliche klinische Forschergruppen und konnte die Wiedererrichtung eines Hauptlaboratoriums auf den Weg bringen.

 

 

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