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Immundefekt-Ambulanz (IDA)

In der pädiatrischen Immunologie werden Kinder und ggf. Erwachsene mit angeborenen primären und erworbenen sekundären Erkrankungen des Immunsystems diagnostiziert und behandelt. Primäre und sekundäre Immundefekte führen zu einer Vielzahl an Beschwerden und Krankheitsbildern, insbesondere aber zur Autoinflammation, Autoimmunität und Immundefizienz. Die Diagnosestellung und Behandlung ist komplex, individuell und ganzheitlich.

Die Pädiatrische Immunologie arbeitet eng mit dem Immundiagnostischen Labor, der Pädiatrischen Infektiologie, der Pädiatrischen Stammzelltransplantation, der Pädiatrischen Pneumologie und dem Kubus Forschungszentrum am Dr. von Haunerschen Kinderspitals zusammen. In der Immundefektambulanz und der Tagesklinik des Dr. von Haunerschen Kinderspitals werden intravenöse und subkutane Immunglobuline substituiert und spezifische immunmodulierende Biologika appliziert.

Die komplexen Krankheitsbilder und individuellen Behandlungsansätze werden regelmäßig in interdisziplinärer Runde im Rahmen eines Immunoboards erörtert, entschieden und dokumentiert. Die pflegerische und psychosoziale Betreuung wird durch ein Team erfahrener Kinderkrankenschwestern und Sozialpädagogen geleistet. Die Pädiatrische Immunologie unterstützt regelmäßige Patientenschulungen und pflegt engen Kontakt zur Deutsche Selbsthilfe angeborene Immundefekte (DSAI), zur internationalen Patientenorganisation für primäre Immundefekte (IPOPI) und zur internationalen Pflegegruppe für Immundefekte (INGID). Medizinisch-wissenschaftlicher Austausch besteht mit der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Immunologie (API), der Europäischen Gesellschaft für Immundefekte (ESID) und anderen internationalen Gesellschaften. Am Dr. von Haunerschen Kinderspital wird das Deutsche Netzwerk für Primäre Immundefekte (PID-NET) koordiniert.

Die Terminvergabe und Patientenvorstellung in der Immundefektambulanz (IDA) erfolgt nach vorheriger Basisdiagnostik durch den betreuenden Arzt mit Hilfe eines online erhältlichen Fragebogens, der ausgefüllt per Fax oder Email an die IDA gesendet wird. Anhand der im Fragebogen ersichtlichen Beschwerden, Vorbefunde und der obligaten Impfdokumentation legt das Team der IDA die Dringlichkeit der Vorstellung fest und bereitet diese mit Hinblick auf die erforderliche immunologische Spezialdiagnostik vor. Der Termin wird der Patientenfamilie telefonisch mitgeteilt.

Kinder und Jugendliche mit Verdacht auf Autoinflammations- und Autoimmunerkrankungen werden primär in der Rheumaambulanz des Dr. von Haunerschen Kinderspitals gesehen. Hier wird neben der klinischen Untersuchung weiterführende Diagnostik veranlasst. Bei Bedarf werden die Patienten nach Diagnosestellung von der Hochschulambulanz in die Rheumatologie des Sozialpädiatrischen Zentrums im Dr. von Haunerschen Kinderspital (iSPZ Hauner) zur interdisziplinären Betreuung übernommen. Im iSPZ Hauner sind neben Sozialpädagogen auch Psychologen, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten im Betreuer-Team. Über die medikamentöse Therapie hinaus können somit familienrelevante Aspekte der Erkrankung berücksichtigt und wohnortnahe Unterstützung für die Patienten und ihre Familien organisiert werden. Für heranwachsende Patienten bietet die Rheumatologie im iSPZ eine Jugendsprechstunde an, in der betroffene junge Menschen geschult und auf den eigenständigen Umgang mit der seltenen Erkrankung vorbereitet werden. Termine in der Rheumaambulanz können telefonisch oder per Email vereinbart werden.

 

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Ansprechpartner

Leitung
Immundefekt-Ambulanz:

Dr. med. Dr. sci. nat Fabian Hauck

Kontakt und
Terminvereinbarung:

Mo.-Do. 9.00-12.00 Uhr
& 14.00-16.30 Uhr
Fr. 9.00-12.00Uhr
Tel.: 089/4400-53931
Fax: 089/4400-53964

Leitung Rheuma-Ambulanz:
PD Dr. Annette Jansson
E-Mail:
Annette.Jansson@med.uni-muenchen.de

Kontakt und
Terminvereinbarung:

Mo.-Fr. 10.00-14.00 Uhr

Tel.: 089/4400-53163

kinderrheuma@med.uni-muenchen.de