Rechte und Pflichten Arbeitgeber

Meldet eine Schwangere ihre Schwangerschaft dem Arbeitgeber, so ist dieser gesetzlich zu folgenden Schritten verpflichtet:

  1. Er muss eine neue individuelle Gefährdungsbeurteilung für alle Tätigkeiten und Arbeitsplätze der Schwangeren durchführen. Bei Feststellung von Gefahren müssen diese -wenn möglich- beseitigt werden, bevor die Schwangere an ihren Arbeitsplatz zurückkehrt. Ist dies nicht möglich, so muss der Arbeitgeber ein Beschäftigungsverbot für alle Tätigkeiten aussprechen, die zu einer Gefährdung führen. Danach hat der Arbeitgeber zu prüfen, ob es dem Ausbildungsstand entsprechende Tätigkeiten für die Schwangere gibt, die diese ohne Gefährdung ausüben kann. Nur wenn es keine Ersatztätigkeiten geben sollte, wäre eine Freistellung zu diskutieren.

  2. Er muss die Schwangerschaft bei Angestellten (nicht bei Beamten!) unverzüglich an die zuständige Aufsichtsbehörde (i.d.R. Gewerbesufsichtsamt bei der Regierung) melden. Darüber hinaus darf er ohne die Einwilligung der werdenden Mutter keine Informationen über die bestehende Schwangerschaft an Dritte weitergeben.