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Die Lebenserwartung steigt - aber für alle? Krebs im Fokus

Zielgruppe: Fachkreise und Interessierte
Termin: 19.11.2019, 14:30 – 17:00
Veranstaltungsort: Deutsche Apotheker- und Ärztebank, Barthstraße 2, 80339 München
Veranstalter: Health Care Bayern e.V.
Fortbildungspunkte: beantragt
Weitere Informationen:

Die Lebenserwartung steigt - aber für alle?

 Krebs im Fokus

Es werden immer neue Rekorde für die mögliche Lebenszeit von heute Geborenen verkündet. Das ist ein Grund zur Freude und wird auch gerne herangezogen, um den Erfolg unseres Gesundheitswesens zu untermauern.

Kaum jemand in der breiten Öffentlichkeit weiß, dass es zwei Lebenserwartungsvergleiche gibt: ab Geburt und ab 65 Jahren. Nimmt man die letzteren Zahlen und vergleicht sie, steht Deutschland im OECD-Vergleich nicht mehr ganz so gut dar. Auch der Vergleich zur Lebenserwartung der Großeltern-Generation ist nicht mehr so beeindruckend. Dabei sagt dieser Vergleich, der nicht die Verluste durch Krieg oder Säuglingssterblichkeit der vorhergehenden Generationen beinhalten, viel über ein Gesundheitswesen aus. Auch den OECD-Maßstab "Gesunde Jahre ab 65" lohnt es sich näher anzuschauen. In Island haben die Menschen danach doppelt so viele gesunde Jahre ab 65 vor sich wie in Deutschland.

Wir haben den Experten für internationale Vergleiche, Professor Reinhard Busse, gebeten, zu schauen und uns zu erläutern, wo Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern wirklich steht. Und ob es evtl. Gruppen gibt, die nicht im selben Maße von steigenden Lebenserwartungen profitieren.

Bekannt ist, dass die durchschnittliche Lebenserwartung zwischen der höchsten und der niedrigsten Einkommensgruppe eine deutliche Diskrepanz an Lebensjahren aufweist. Aber könnte es sein, dass es auch andere volatile Gruppen gibt, die durch den Blick auf die beeindruckend steigende Lebenserwartung der Durchschnittsbevölkerung verdeckt werden? Hier wollen wir uns besonders die onkologischen Fälle anschauen. Gibt es Anstiege der Neuerkrankungsraten bei bestimmten Gruppen? Erkanken Menschen heute eher oder diagnostizieren wir nur besser und früher? Haben Patienten - aus den verschiedensten Gründen - unterschiedlichen Zugang zu Therapien und damit auch eine unterschiedliche Lebenserwartung?

Wir freuen uns, dass wir für diese Veranstaltung zwei ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Versorgungsforschung sowie der Onkologie für die Eingangsreferate gewinnen konnten:

Prof. Dr. Reinhard Busse, Lehrstuhl für Management im Gesundheitswesen an der Technische Universität Berlin wird in seinem Vortrag u. a. Kennzahlen zur Häufigkeit und Therapie von Tumorerkrankungen mit anderen Ländern vergleichen und tumorspezifische Überlebensraten zeigen und damit der Frage nachgehen, ob wir in Deutschland so lange leben, wie wir könnten.

Darauf aufbauend wird Prof. Dr. Bernhard Wörmann, Medizinischer Leiter, Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie für uns beleuchten, ob die Versorgung von Tumorpatienten für alle Gruppen so gut ist, wie sie sein könnte, und auch die Frage nach der Gewichtung von Lebenserwartung und Lebensqualität als Behandlungsziel aufwerfen.

Für die anschließende Podiumsdiskussion haben zudem ihre Teilnahme zugesagt:

  • Ruth Waldmann, MdL, Stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Pflege, Bayerischer Landtag
  • Fabian Demmelhuber, Referatsleiter Versorgungsinnovationen, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns
  • Sophie Schwab, Leitung der Landesvertretung Bayern, DAK-Gesundheit 

Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Dr. Benedikt Westphalen, Koordinator Molekulare Onkologie, CCC, Ludwig-Maximilians-Universität München.

 

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Fortbildungspunkte der Bayerischen Landesärztekammer werden beantragt.

Anmeldung unter:

Claudia Küng, Health Care Bayern e.V.

Anmeldungen per Post schicken Sie bitte an:

WISO S.E. Consulting GmbH - Stichwort Lebenserwartung

Züricher Str. 27, 81476 München

Telefon: +49 (0) 89 55 26 59 77
E-Mail: sieglinde.pehl@wiso-consulting.de
Anmeldung unter: Anmeldung online
  Verantwortlich für den Inhalt: Zur
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