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Herzoperation ist Lolas einzige Chance

Das Elefantenbaby Lola

Herzchirurgen, Kinderkardiologen, Anästhesisten und Kardiotechniker des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) sind an den Planungen und Vorbereitungen der Operation des Elefantenmädchens Lola im Münchner Tierpark Hellabrunn beteiligt. Tierärzte und Humanmediziner sehen in dem Eingriff die einzige Chance, um das erst drei Monate alte Elefantenkind noch zu retten.

OP-Saal

Von Geburt an hat es eine Fehlleitung eines Blutgefäßes, die dazu führt, dass sauerstoffreiches Blut aus dem Lungenkreislauf in den falschen Vorhof des Herzens zurückgeführt wird. Auf diese Weise zirkuliert das mit Sauerstoff angereicherte Blut vorwiegend im Lungenkreislauf, der Körper und somit auch das Gehirn bleiben unterversorgt. Die Zusatzausstattung im Operationssaal des Tierparks Hellabrunn, wie z. B. eine Herz-Lungen-Maschine, wird vom Uniklinikum in Großhadern zur Verfügung gestellt.

Die Patientenversorgung im Klinikum der Universität München ist selbstverständlich gewährleistet, das OP-Team engagiert sich in der Freizeit für Lola. Die Behandlung von Patienten in der Klinik ist über die normale Wochenendbesetzung abgedeckt. Das Herz-Lungen-Gerät ist für die Humanmedizin bereits ausgesondert und steht damit ebenfalls zur Verfügung, ohne dass es Einschränkungen bei der Patientenversorgung gäbe.