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Die Computertomographie wird strahlungsärmer

und hilft sogar bei der Aufklärung von Straftaten oder Todesfällen

CT-Aufnahme
Bildgebende Verfahren sind aus der Medizin nicht mehr wegzudenken. Sowohl in der Diagnostik wie auch in der Therapie spielen Röntgen, Ultraschall, Computer (CT)- und Kernspintomographie (MRT) eine zentrale Rolle. Beim 7. Internationalen Mehrschicht CT-Symposium in Garmisch-Partenkirchen vom 12. bis 14. Januar 2012 werden neue Entwicklungen vorgestellt, die insbesondere die Reduktion der Strahlenbelastung betreffen. „Verbesserte Röhren- und Detektortechnologien und innovative Rekonstruktionsalgorithmen sorgen dafür, dass eine exzellente diagnostische Qualität mit drastisch reduzierter Strahlenexposition erreicht wird“, betont Prof. Dr. Maximilian Reiser, Direktor des Instituts für Klinische Radiologie am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München und Tagungspräsident.

Techniken wie die Iterative Rekonstruktion können die Dosis heute schon um circa ein Drittel reduzieren. Dabei wird sozusagen eine zweite CT-Aufnahme mit den Daten der eigentlichen Untersuchung simuliert. Auf diese Weise wird das „Rauschen“ verringert, die Genauigkeit der Bilder steigt. „Eine Strahlenreduktion von bis zu 60 Prozent ist hiermit möglich“, sagt Dr. Hatem Alkadhi, Forschungsleiter am Radiologischen Institut des Universitätsspitals Zürich. Gerade für Kinder und junge Menschen bietet sich dieses Verfahren an, um die Strahlenbelastung zu minimieren und zugleich bestmögliche Bilder zu erhalten.

Beim Einsatz gegen Drogenschmuggler kann eine CT-Aufnahme ebenfalls erfolgreich sein. Gerade die so genannten Bodypacker, also Kuriere, die Drogenpäckchen im Körper transportieren, können damit entlarvt werden. Sofern eine Person von der Polizei dringend verdächtigt wird, beispielsweise im Darm Heroin, Kokain oder andere illegale Substanzen durch die Sicherheitskontrolle schmuggeln zu wollen, kann eine radiologische Untersuchung von den Behörden angeordnet werden.

Die virtuelle Autopsie ist eine weitere Spezialanwendung der CT. Die Radiologin Dr. Sonja Kirchhoff vom Institut für Klinische Radiologie am Klinikum der LMU präsentiert beim Symposium in Garmisch-Partenkirchen gleich eine ganze Auswahl von Fällen unklarer Todesursachen, Tötungsdelikten und Verkehrsunfällen.

 

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