Die Computertomographie wird strahlungsärmer
und hilft sogar bei der Aufklärung von Straftaten oder Todesfällen
Techniken wie die Iterative Rekonstruktion können die Dosis heute schon um circa ein Drittel reduzieren. Dabei wird sozusagen eine zweite CT-Aufnahme mit den Daten der eigentlichen Untersuchung simuliert. Auf diese Weise wird das „Rauschen“ verringert, die Genauigkeit der Bilder steigt. „Eine Strahlenreduktion von bis zu 60 Prozent ist hiermit möglich“, sagt Dr. Hatem Alkadhi, Forschungsleiter am Radiologischen Institut des Universitätsspitals Zürich. Gerade für Kinder und junge Menschen bietet sich dieses Verfahren an, um die Strahlenbelastung zu minimieren und zugleich bestmögliche Bilder zu erhalten.
Beim Einsatz gegen Drogenschmuggler kann eine CT-Aufnahme ebenfalls erfolgreich sein. Gerade die so genannten Bodypacker, also Kuriere, die Drogenpäckchen im Körper transportieren, können damit entlarvt werden. Sofern eine Person von der Polizei dringend verdächtigt wird, beispielsweise im Darm Heroin, Kokain oder andere illegale Substanzen durch die Sicherheitskontrolle schmuggeln zu wollen, kann eine radiologische Untersuchung von den Behörden angeordnet werden.
Die virtuelle Autopsie ist eine weitere Spezialanwendung der CT. Die Radiologin Dr. Sonja Kirchhoff vom Institut für Klinische Radiologie am Klinikum der LMU präsentiert beim Symposium in Garmisch-Partenkirchen gleich eine ganze Auswahl von Fällen unklarer Todesursachen, Tötungsdelikten und Verkehrsunfällen.


