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Deutsch-turkmenisches Gesundheitsforum bereitet Kooperation vor

Prof. Dr. Burkhard Göke und Turkmenistans Gesunheitsminister Elyasov

LMU-Klinikum und Gesundheitsministerium in Aschgabat wollen zusammenarbeiten

Vom 21.11. bis 23.11.2011 ist eine turkmenische Delegation unter Leitung von Gurbanmammed Elyasov, dem Minister für Gesundheit und medizinische Industrie Turkmenistans, in Deutschland zu Besuch. Unterstützt durch das Bundesministerium für Gesundheit hat die Delegation auch das Klinikum der Universität München besucht, um eine "Kooperationsabsichtserklärung zur Zusammenarbeit zwischen dem Klinikum und dem Ministerium für Gesundheit und medizinische Industrie des Landes Turkmenistan" auszuarbeiten.

„Grundlage sind bereits erfolgte Einzelmaßnahmen, wie eine medizinische Summer School des LMU-Uniklinikums in der Turkmenischen Hauptstadt Aschgabat sowie ein Forschungsprojekt zum Gestationsdiabetes“, sagte Prof. Dr. Klaus Parhofer vom Uniklinikum in Großhadern. „Zudem haben bereits 20 Mediziner aus Turkmenistan Hospitationen in verschiedensten Fachgebieten am LMU-Klinikum absolviert“, betonte der turkmenische Gesundheitsminister. „Derzeit lernen 118 Ärzte in Turkmenistan Deutsch, um sich künftig auch direkt mit den Kollegen hierzulande unterhalten zu können“, ergänzte Minister Gurbanmammed.

Das Bundesgesundheitsministerium wird beim deutsch-turkmenischen Gesundheitsforum vertreten durch Ortwin Schulte, Leiter des Referates Grundsatzfragen der europäischen und internationalen Gesundheitspolitik, und Dr. Peter Pompe, Leiter des Referates Protokoll, Internationaler Besucherdienst, Verbindung zu den in- und ausländischen Vertretungen, Sprachendienst. Schulte begrüßt das Kooperationsabkommen, „um bei Intensivierung der Aktivitäten eine rechtsverbindliche Grundlage zu haben.“ Das Gesundheitsministerium Turkmenistans beabsichtigt im Zeitraum zwischen 2011 und 2030 rund 3 Milliarden US-Dollar in den Bau und die Modernisierung von Kliniken und Gesundheitseinrichtungen zu investieren.

„Die Medizinische Fakultät und das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität könnten hier einen wertvollen Beitrag leisten“, erläuterte der Dekan, Prof. Dr. Dr. h.c. Maximilian Reiser und verwies auf die Erfolge der beiden Institutionen in der Exzellenzinitiative, der Ernennung von Gesundheitsforschungszentren sowie bei internationalen Rankings. Geeignete Maßnahmen wären Fortbildungsveranstaltungen, gemeinsame Forschungsprojekte, der Austausch von Studierenden und Ärzten, aber auch gezielte Projekte etwa im Bereich Telemedizin. Der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Burkhard Göke, plädierte „für eine privilegierte Partnerschaft des LMU-Klinikums München mit Turkmenistan.“

 

Foto: Prof. Dr. Burkhard Göke (li.), Ärztlicher Direktor, Klinikum der Universität München; Gurbanmammed Elyasov (re.), Minister für Gesundheit und medizinische Industrie Turkmenistans

 

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