Berufsinformationstag für medizinisch-technische Radiologieassistenten
Am 19. November 2011 fand am Campus Großhadern ein Tag der Offenen Tür statt
Die Berufsfachschule für medizinisch-technische Radiologieassistenten am Klinikum der Universität München, Marchioninistr. 15, hat für den vergangenen Samstag, 19.11.2011 Realschüler und Gymnasiasten eingeladen, die spannende Welt der Radiologie und den Ausbildungsberuf Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in (MTRA) kennenzulernen.
Kräftig gesurrt haben muss es am Nachmittag des achten Novembers in Würzburg anno 1895, als Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannte Strahlung entdeckte. Aus dieser Entdeckung entwickelte sich nicht nur bald eine eigene Fachrichtung, die Radiologie, sondern auch das Berufsbild der Medizinisch-technischen Radiologieassistenten (MTRA). Der Beruf ist spannend, verantwortungsvoll und bietet beste Berufsaussichten, ist aber auch leider wenig bekannt.
Unter dem Motto „Schau rein, was für Dich drinsteckt“ stellte die Berufsfachschule Ausbildung und Beruf der MTRA in Vorträgen und Führungen vor. Auszubildende zeigten im schuleigenen Röntgenraum wie Funktelefone, Schlüsselbund oder Teddybären im Röntgenbild aussehen. In der Klinik wurden Blumen mit Kontrastmittel oder Überraschungseier im Computer-tomograph photographisch in Scheiben geschnitten und gemeinsam in 3D rekonstruiert. In der Nuklearmedizin zeigten Messgeräte Strahlung an und in der Strahlentherapie demonstrierten MTRA die Tumortherapie an einem Linearbeschleuniger. Dabei gab es ausreichend Gelegenheit, in persönlichen Gesprächen Fragen zu stellen.
Vielfältige Arbeitsplätze
Während der dreijährigen Ausbildung lernen die Auszubildenden die Radiologische Bildgebung, die Diagnose und Therapie mit radioaktiven Stoffen und die Tumorbehandlung mit Strahlung. Dazu gehört auch, Strahlung zu messen und zu berechnen. Rund ein Jahr der Ausbildung arbeiten sie im Krankenhausbetrieb praktisch mit. Ihre Arbeitsplätze finden MTRA in Krankenhäusern, in Praxen für Radiologie, Nuklearmedizin oder Strahlentherapie oder bei Herstellern von Röntgen- und Therapiegeräten.
Fortbildung ist Pflicht
Mit etwas Berufserfahrung besteht die Möglichkeit zur Weiterbildung zum Gesundheitsbetriebswirt, zum Fachradiologietechnologen oder zum Medizinpädagogen. Ebenso bieten mittlerweile viele Fachhochschulen und Hochschulen ein berufsbegleitendes Studium an.
„Es gibt immer Weiterentwicklungen in der Bildgebung, immer wieder neue Untersuchungsmethoden. So etwas mitzuerleben und sich diesem Fortschritt zu stellen, immer wieder neue Sachen zu lernen“, ist für Tobias Terschluse die Herausforderung und gleichzeitig das Spannende an der Radiologie.
Die Ausbildung am Klinikum der Universität Großhadern
Die dreijährige Ausbildung zum/zur MTRA schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Voraussetzung ist ein mittlerer Bildungsabschluss, z.B. Realschule oder eine gleichwertige Ausbildung. Gute Grundkenntnisse in den naturwissenschaftlichen Fächern sind erwünscht. An der Schule am Klinikum der Universität München müssen die Auszubildenden kein Schulgeld bezahlen. Die nächste Ausbildung beginnt im August 2012. Jährlich stehen 24 Ausbildungsplätze zur Verfügung.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen, einem ärztlichen Attest und einem polizeilichen Führungszeugnis (nicht älter als 3 Monate) an BFS MTRA am Klinikum der Universität München, Marchioninistr. 15, 81377 München. Bewerbungszeitraum ist von Februar bis März 2012. Fragen beantwortet Frau Doll unter Tel. 0 89/70 95-4690.
Gemeinsames Werben um den Nachwuchs
Der Aktionstag „Schau rein, was für Dich drinsteckt“ geht auf eine Initiative des Deutschen Verbandes Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin e.V. (dvta), der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) und der Vereinigung Medizinisch-Technischer Berufe in der DRG (VMTB) zurück. Die Verbände veranstalten die Aktion bereits im dritten Jahr in Folge.
www.mtawerden.de/aktionstage/2011.html


