Ohne Schmerzen, ohne Schnitte, ohne Narben!
Hochfokussierte Ultraschallwellen zerstören Myome der Gebärmutter unblutig und in der Regel ohne Nebenwirkungen
Myome der Gebärmutter sind die häufigsten gutartigen Tumore bei Frauen im gebärfähigen Alter. Sie können schmerzhaft sein und starke Blutungen verursachen. Jetzt gibt es eine neue Methode, diese Myome unblutig zu entfernen: Sie werden mit hochfokussierten Ultraschallwellen zerstört. „Wir erzielen damit in einem sehr kleinen Areal Hitze zwischen 55 und 90 Grad, dadurch wird das Myom regelrecht verkocht“, sagt Prof. Dr. Maximilian Reiser, Direktor des Instituts für Klinische Radiologie. „Umliegendes Gewebe und die Haut nehmen keinen Schaden“. Bisher kannten Patientinnen Ultraschall nur als Instrument zur Diagnose. „Beim hochfokussierten Ultraschall sind die Wellen 10.000 Mal stärker als beim diagnostischen“, erklärt Reiser.
Die Temperatur im Myom wird durch MRT kontrolliert
Damit der Ultraschall auch wirklich exakt das Myom trifft, wird die Therapie durch Magnet Resonanz Tomographie (MRT) überwacht. „Dadurch sehen wird genau, wo das Myom liegt, außerdem macht das MRT Temperaturunterschiede sichtbar. Dadurch stellen wir sicher, dass die hohe Temperatur wirklich nur im Myom erreicht wird und nicht etwa umliegendes Gewebe miterwärmt und geschädigt wird“, so Reiser.
Wenige Stunden nach dem Eingriff erfolgt die Entlassung
An seinem Institut verantworten Privatdozent Dr. Ulrich Linsenmaier und Dr. Christoph Degenhart das Projekt, gerade wurden die ersten Patientinnen erfolgreich behandelt. Während der Behandlung bekommen die Frauen eine leichte Sedierung und ein Schmerzmittel, die ersten Patientinnen blieben zur Beobachtung noch einen Tag in der Klinik, in Zukunft können sie aber nach wenigen Stunden nach Hause.
„Wir behandeln mit der Methode Myome, die Beschwerden wie Blutungen oder Schmerzen machen, bei 95 Prozent der Fälle erzielen wir eine deutliche Besserung der Beschwerden“, sagt Privatdozent Dr. Linsenmaier. Mit dem hochfokussierten Ultraschall können Myome bis zu einem Durchmesser von 10 Zentimetern zerstört werden, in einer Sitzung bis zu sechs Geschwulste gleichzeitig.
„Wir haben damit eine echte Alternative zu minimalinvasiven Operationen, bei der die Frauen eine Narkose brauchen“, so Reiser.
Dieser Artikel stammt aus der Ausgabe 3/2011 unseres Patientenmagazins KLINIKUM aktuell
Weiter Informationen über die MR-HIFU-Behandlungsmethode auf den Seiten des Instituts für Klinische Radiologie


