Fotoausstellung „Waisen der Medizin"
Leben mit einer Seltenen Erkrankung
Die Wanderausstellung wurde von der Care-for-Rare Stiftung und der ACHSE (Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen e.V.) als gemeinsames Projekt im „Wissenschaftsjahr 2011 - Forschung für unsere Gesundheit“ initiiert. Sie richtet die Aufmerksamkeit auf eine Randgruppe der Gesellschaft, auf Menschen mit seltenen Erkrankungen. Noch bis zum 20.07.2011 kann die Fotoausstellung im Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz besichtigt werden.
Die ausgestellten Fotos zeigen fünf betroffene Kinder und Erwachsene, die mit unterschiedlichen seltenen Erkrankungen leben. Den Fotografinnen Verena Müller, Kathrin Harms und Maria Irl ist ein faszinierender Blick auf ihren Lebensalltag gelungen. Eingefangen wurden Momente, die Mut, Optimismus, Lebensfreude und Würde widerspiegeln und dem Betrachter auf sensible und künstlerische Weise Einblicke in das Schicksal der Betroffenen geben. Die rund 4 Millionen Menschen mit seltenen Erkrankungen in Deutschland sind „Waisen der Medizin“; sie erfahren wenig Aufmerksamkeit und ihre Erkrankungen werden kaum erforscht.
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Fotos: Michael Woelke
Öffentlichkeit schaffen und Forschung anregen
Erstmalig war die Fotoausstellung „Waisen der Medizin“ im Februar in Berlin zu sehen. Sie wird im Laufe des Wissenschaftsjahres Gesundheitsforschung noch an weitere Standorte in der Bundesrepublik wie Hannover, Freiburg und Stuttgart wandern. Begleitet wird sie von einer Vortragsreihe, in der Ärzte und Wissenschaftler an den BMBF-geförderten Netzwerken für seltene Erkrankungen über ihre Arbeit berichten. Die Ausstellung soll einerseits in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die „Waisen der Medizin“ schaffen, andererseits einen öffentlichen Diskurs über Verbesserungen der Forschungsförderung anregen.
Die Ausstellung ist vom 30.06. bis zum 20.07.2011 von Montag bis Freitag von 9.00 – 17.00 Uhr im Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz zu sehen (Besichtigung nach vorheriger Anmeldung unter 089 599184-14 oder info@kuenstlerhaus-muc.de – der Eintritt ist frei).



