Keine Gefahr durch EHEC
Patienten, die am Klinikum behandelt werden, müssen keinerlei Angst haben, an EHEC zu erkranken
Über 2.000 Patienten aus dem Ausland lassen sich pro Jahr am Klinikum der Universität München stationär behandeln. Wegen der derzeit vermehrt auftretenden Infektionen mit EHEC in Norddeutschland und einigen weiteren Bundesländern fragen die Gäste vermehrt an, ob es gefährlich sei, nach Bayern für eine medizinische Behandlung einzureisen.
„Patienten, die am Klinikum der Universität München behandelt werden, müssen keinerlei Angst haben, an EHEC zu erkranken“, so der stellvertretende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums, Prof. Dr. Karl-Walter Jauch.
Bei der Speisenversorgung des Klinikums der Universität München wird auf unbehandeltes Rohgemüse, Blattsalate, sowie Sprossen und Keimlinge verzichtet und anderes Gemüse gegart. Frischobst wird durch Waschen mit Zitronensäure vorbehandelt. Die an sich schon strengen Hygienemaßnahmen wurden ausgeweitet. Alle Angestellten wurden zusätzlich geschult, wie sie mit einem EHEC-Patienten umzugehen haben und was zu beachten ist. An EHEC erkrankte Patienten werden isoliert, in Einzelzimmer behandelt und benutzen eine Einzeltoilette.
Seit Anfang Mai kam es in mehreren Bundesländern zu einem gehäuften Auftreten des HU-Syndroms in Zusammenhang mit Infektionen durch enterohämorrhagische E. coli Stämme. Der Schwerpunkt des Geschehens liegt im Norden Deutschlands. Von den über 2.000 gemeldeten EHEC- Erkrankungen waren lediglich 103 EHEC Fälle in Bayern aufgetreten. Die Anzahl neuer EHEC Infektionen geht zurück.


