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Grünes Licht für die Portalklinik am Campus Innenstadt

Skizze der neuen Portalklinik

Die Bayerische Staatsregierung hat grünes Licht für das Konzept einer Portalklinik in der Münchner Innenstadt gegeben: In der geplanten Portalklinik sollen Patienten in Zentrumslage ambulant oder kurzfristig stationär versorgt werden. Für komplexere Fälle ist eine Weiterverlegung nach Großhadern geplant. „Die Patienten haben mit der Portalklinik gerade in Notfällen in der Innenstadt auch weiterhin eine Anlaufstelle, die höchste Qualität in der medizinischen Versorgung sicherstellt“, so Wissenschaftsminister Dr. Heubisch.

Die Portalklinik am Campus Innenstadt wird Ambulanzen und eine Notaufnahme sowie 200 interdisziplinär genutzte Betten umfassen. Die Ambulanz ist auf ca. 50.000 Fälle jährlich ausgelegt. „Die Portalklinik sichert die die Akut- und Notfallversorgung von  internistischen und chirurgischen Patienten am Standort. Die Organisation der Klinik soll krankheits- bzw. organbezogen auf die Sorgen der Patienten hin konzipiert werden: Zum Beispiel sind u.a. organsystem-übergreifende Portale etwa für die Betreuung von Patienten mit Hormonstörungen und rheumatischen Erkrankungen geplant. Es sollen zielgruppenorientiert auch ein Mutter-Kind-Portal – als Geburtszentrum mit rund 2.000 Geburten jährlich –  und ein Senioren-Portal eingerichtet werden“, so der Ärztliche Direktor, Prof. Burkhard Göke.

Der Bauplatz für die Portalklinik erstreckt sich planmäßig vom Parkplatz neben dem Ziemssenblock über den Altbau des Bettenhauses bis hin zur angrenzenden Klinik für Psychiatrie. „Die Planungen sehen derzeit eine zweijährige Planungsphase und drei Jahre Bauzeit vor, so dass die Portalklinik ab 2016/2017 eröffnet werden könnte“, sagt Gerd Koslowski, Kaufmännischer Direktor. Das Klinikum der Universität München wird sich an den Baukosten in Höhe von 65 Mio. Euro beteiligen.

Für das Klinikum der Universität München ist weiterhin geplant, die Bereiche Kinderheilkunde, Kinderchirurgie, Gynäkologie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie die größten Teile der Inneren Medizin und der Chirurgie schrittweise aus der Innenstadt nach Großhadern zu verlagern. Nach dem Bau des OP-Zentrums soll als nächster Schritt der Neubau des Mutter-Kind-Zentrums in Großhadern erfolgen. In der Innenstadt verbleiben die Kliniken für Augenheilkunde, Dermatologie, Psychiatrie und Zahnheilkunde. Die Nachnutzung freiwerdender Räumlichkeiten wurde seitens des Ministeriums noch nicht konkretisiert, „man wird jedoch versuchen, die Räumlichkeiten für Forschung und Lehre nutzbar zu machen“, sagt Studiendekan Prof. Martin Reincke. „Unter anderem wäre ein studentisches Lehrzentrum sinnvoll.“

 

Skizze: Drexler+Partner Architekten