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18.09.2013 12:00

Eröffnung der Ausstellung „Fegt alle hinweg, die die Zeichen der Zeit nicht verstehen wollen“ im Klinikum der Universität München

„Fegt alle hinweg, die die Zeichen der Zeit nicht verstehen wollen!“ ist der Titel der Ausstellung zum Approbationsentzug jüdischer Ärztinnen und Ärzte im Jahr 1938. Genau vor fünf Jahren wurde die Ausstellung erstmals in München gezeigt, die anschließend durch viele Städte und Gemeinden in ganz Deutschland reiste. Idee, Recherche und Konzept stammen von Ursula und Hansjörg Ebell, für die Gestaltung zeichnet Tobias Wittenborn verantwortlich. Die Schirmherrschaft hat die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, übernommen.

Ab 30. September 2013, dem 75. Jahrestag des Approbationsentzugs, wird die Ausstellung erneut in München zu sehen sein. Im Foyer des Klinikums der Universität München am Campus Großhadern, Marchioninistraße 15, 81377 München, werden bis zum 24. Oktober 2013 Dokumente gezeigt, die belegen, welche dramatischen Folgen für die Betroffenen daraus resultierten. Der Entzug der Approbation war gleichsam ein Berufsverbot und zerstörte viele Existenzen und Lebensentwürfe. Unter dem Berufsverbot für jüdische Ärzte litt außerdem die Patientenversorgung, aber auch die Forschung und Lehre, weil hervorragende Wissenschaftler ins Ausland emigrierten. Anhand von Einzelschicksalen jüdischer Ärztinnen und Ärzte dokumentiert die Ausstellung, wie die Nationalsozialisten durch Verordnungen und Gesetze Lebensgeschichten zerstörten.

Im Foyer des Klinikums der Universität München, Standort Großhadern, wird die Ausstellung am 30. September um 17 Uhr offiziell eröffnet.

 


PDF-Download: PM 31/2013

 

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