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11.09.2013 12:00

200 Jahre Medizinische Klinik in der Ziemssenstraße

Die „Ziemssenklinik“ ist die Keimzelle des LMU-Klinikums

Die Medizinische Klinik Innenstadt, in der Bevölkerung auch unter dem Namen „Ziemssenklinik“ bekannt, bietet heute eine Vielzahl internistischer Schwerpunkte, die gemeinsam einen integrierten Behandlungsansatz für komplexe Erkrankungen verfolgen. Die Endokrinologie versorgt die europaweit größte Anzahl von Patienten mit hormonbildenden Tumoren, das Diabeteszentrum spielt eine wichtige Rolle in Forschung und Patientenversorgung bei Schwangerschaftsdiabetes. Zur Medizinischen Klinik IV gehören auch die Rheumatologie, Angiologie und Infektiologie in der Pettenkoferstraße, die Abteilung für Klinische Pharmakologie und die Abteilung für Tropenmedizin, die in der Leopoldstraße angesiedelt ist. Heute sind in dem Gebäude “Ziemssenstraße“ zusätzlich die Medizinischen Kliniken I (Kardiologie), und V (Pneumologie) des Klinikums der Universität München untergebracht.

Gegenwart und Zukunft

„Die Rheumatologie, Angiologie, die Endokrinologie und Diabetologie sowie die Infektiologie, sind, neben der Nephrologie, `Leuchttürme` mit weit überregionaler Relevanz“, so Prof. Dr. Martin Reincke, Klinikdirektor und zukünftiger Leiter der neuen Portalklinik. Die Portalklinik am Campus Innenstadt wird Ambulanzen und eine Notaufnahme sowie 200 interdisziplinär genutzte Betten umfassen. Die Ambulanz ist auf ca. 50.000 Fälle jährlich ausgelegt. „Die Portalklinik sichert die die Akut- und Notfallversorgung von  internistischen und chirurgischen Patienten am Standort. Die Organisation der Klinik soll krankheits- bzw. organbezogen auf die Sorgen der Patienten hin konzipiert werden: Zum Beispiel sind u.a. Organsystem-übergreifende Portale etwa für die Betreuung von Patienten mit Hormonstörungen und rheumatischen Erkrankungen geplant. Es sollen zielgruppenorientiert auch ein Perinatalportal – als Geburtszentrum mit rund 2.000 Geburten jährlich – und ein Senioren-Portal geben“, sagt Prof. Reincke. Die künftige Portalklinik wird in direkter Nachbarschaft zur „Ziemssenklinik“ auf dem Gelände an der Ecke Nussbaum-/Ziemssenstraße bis 2019 entstehen.

Glanzvolle Geschichte

Am 1. September 1813 wurde das Allgemeine Städtische Krankenhaus vor den Toren Münchens eröffnet. Dieses Datum markiert für die Stadt den Beginn einer naturwissenschaftlich orientierten Medizin, die von Anfang an allen Bürgern, unabhängig von ihrer sozialen Stellung, dienen sollte. Mit dem Umzug der Universität von Landshut nach München im Jahre 1826 wurde das Allgemeine Krankenhaus zur Universitätsklinik und damit zur Keimzelle des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Die „Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul“ übernahmen für die Dauer von 165 Jahren die Pflege der Kranken. Daneben wirkten in der Klinik in den vergangenen 200 Jahren immer wieder herausragende Leiter und Spezialisten. Hierzu zählen berühmte historische Personen wie der Arzt Johann Nepomuk von Ringseis (1785-1880), der auch als Professor an der medizinischen Fakultät der Universität München tätig war. Der Arzt Josef Lindwurm (1824-1874) leitete die dermatologische Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses zu München. Auch der erste dermatologische Lehrstuhl Deutschlands entstand unter seiner Leitung. Weiterhin war Hugo Wilhelm von Ziemssen (1829-1902) Internist, Hochschullehrer an der Ludwig-Maximilians-Universität und Direktor des damaligen Städtischen Krankenhauses links der Isar und heutigen Klinikums der Universität München. Die Klinik in der Ziemssenstraße wurde in Anerkennung seiner Leistungen nach ihm benannt.

Festliches Symposium und Publikumstag

Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Medizinischen Klinik Innenstadt findet am Mittwoch, den 23. Oktober 2013, ein Symposium inklusive eines Festaktes im großen Hörsaal der Medizinischen Klinik zum Thema „Zeit in der Medizin“ statt. Weiterhin bietet der Tag der offenen Tür am Freitag, den 25. Oktober 2013 von 11 – 18 Uhr Interessierten die Möglichkeit, sich über das aktuelle Leistungsspektrum und die zukünftige Entwicklung der Inneren Medizin am Campus Innenstadt zu informieren.

 


PDF-Download: PM 28/2013

 

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