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29.05.2013 12:00

Klinikum der Universität München mit neuer Führung

Am 1. Juni 2013 tritt Prof. Dr. med. Karl-Walter Jauch die Stelle als erster hauptamtlicher Ärztlicher Direktor des LMU-Klinikums an

Als erster hauptamtlicher Ärztlicher Direktor übernimmt der renommierte Chirurg Prof. Dr. med. Karl-Walter Jauch ab 1. Juni 2013 das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München. Es ist nach Regensburg bereits seine zweite Station als Ärztlicher Direktor eines bayerischen Universitätsklinikums. Sein Vorgänger in München, Prof. Dr. med. Burkhard Göke, der seit 2008 im Nebenamt diese Funktion ausübte, kehrt als Direktor der Medizinischen Klinik II zurück an seine angestammte Wirkungsstätte und wird sich wieder verstärkt den Themen Diabetes und Gastroenterologie in Forschung, Lehre und Patientenversorgung widmen.

„Ich möchte die erfolgreich initiierten Arbeiten und Projekte fortführen“, sagt Prof. Jauch, der 1952 in Schwenningen/Neckar geboren wurde. Gemeint sind die kurz vor Fertigstellung stehenden Baumaßnahmen und Inbetriebnahmen Operationszentrum Großhadern, das Radiopharmaziezentrum (Zyklotron), das Logistikzentrum und das Centrum für Schlaganfall- und Demenzforschung. „Diese Projekte bringen für Patienten neue Möglichkeiten in Diagnostik und Therapie, werden die umfassende Betreuung der Patienten weiter verbessern und bieten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums verbesserte Arbeitsbedingungen mit gleichzeitigen ökonomischen Optimierungen.“

Karrierewege und Stationen

Karl-Walter Jauch studierte von 1971 bis 1978 Humanmedizin an der Albrecht-Ludwig-Universität Freiburg und promovierte mit dem Thema „Ergebnisse ein Jahr nach aortokoronarer Bypassoperation unter besonderer Berücksichtigung ergometrischer und hämodynamischer Befunde“. Anschließend arbeitete er als Truppenarzt, dann als Assistenzarzt in Villingen, bevor er 1981 an das Klinikum Großhadern kam. 1988 folgte die Habilitation mit dem Thema: „Die postoperative Insulinresistenz und ihre Beeinflussung durch das Kallikrein-Kinin-System“. Nach seiner Ernennung zum außerplanmäßigen Professor im Jahr 1995 wechselte er Ende 1996 als Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie der Universität Regensburg in die Oberpfalz. Von 2000 bis 2002 war Jauch Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik Regensburg. Am 1. Oktober 2002 kehrte er als Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie am Campus Großhadern an die Ludwig-Maximilians-Universität München zurück. Von 2008 bis 31.05.2013 hatte er das Amt des Stellvertretenden Ärztlichen Direktors der LMU München inne.

Ziele und Schwerpunkte

„Mittelfristig müssen die begonnenen und angestoßenen großen Maßnahmen wie Portalklinik und das Neue Hauner in die Realität umgesetzt werden“, betont Prof. Jauch. Mit beiden Projekten wird das Klinikum der LMU seine Spitzenposition  in der Hochleistungsmedizin stärken und ausbauen. „Die größte Herausforderung ist aber die Fertigstellung und Festlegung eines Masterplans für den Standort Großhadern mit der Entscheidung, ob eine Sanierung im laufenden Betrieb oder ein Neubau die sinnvollere und wirtschaftlichere Alternative ist.“

Den Höhepunkt seiner Chirurgenlaufbahn konnte Jauch als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie und der damit verbundenen Funktion als Kongresspräsident in München Ende April feiern. Karl-Walter Jauch ist unter anderem Mitglied des Eurotransplant Board, des wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer und des Wissenschaftsrats (Medizinausschuss). In den vergangenen Monaten setzte sich Jauch für Reformen in der Transplantationsmedizin ein und plädierte für mehr Qualität und weniger Konkurrenzdruck in den Zentren.

Gute Ausgangslage

„Persönlich stehen für mich Patienten und Mitarbeiter im Fokus. Patientensicherheit und kontinuierliche Qualitätssteigerung in der Patientenversorgung werden die Richtschnur für ärztliche und pflegerischen Maßnahmen darstellen“, sagt Jauch. „Für die Mitarbeiter sollen durch weitere Zertifizierungen Arbeitsprozesse transparent und schlank gestaltet werden unter Mitwirkung aller Beteiligten. So können wir Ideen und Erfahrungen aller Beteiligten nutzen, um Prozesse zu optimieren und die Arbeitsplatzzufriedenheit steigern.“

Wirtschaftlich sind die Zeiten zwar schwierig, dennoch konnte das Jahr 2012 mit einem Bilanzgewinn von 1,1 Millionen Euro abgeschlossen werden (gegenüber einem Bilanzverlust in 2011 von 3,6 Millionen Euro). Zusätzlich konnte die Summe an verausgabten Drittmitteln gegenüber dem Vorjahr um drei Millionen Euro auf 78 Millionen Euro gesteigert werden. Mit der Beteiligung des Klinikums der Universität München an allen sechs Gesundheitsforschungszentren des Bundes ist das LMU-Klinikum das erfolgreichste in ganz Deutschland. Hinzu kommen eine Vielzahl von DFG-Sonderforschungsbereichen und Transregios, zwei Forschergruppen und zwei Graduiertenkollegs. Vier Exzellenzcluster sowie zwei Graduiertenschulen untermauern die erfolgreiche Forschungsarbeit am Klinikum und der Medizinischen Fakultät der LMU.

Organisation

Das Klinikum der Universität München wird von einem vierköpfigen Vorstand geleitet, dem der Ärztliche Direktor als Vorsitzender vorsteht. Weitere Vorstandsmitglieder sind der Kaufmännische Direktor, Gerd Koslowski, der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. med. Dr. h.c. Maximilian Reiser sowie der Pflegedirektor, Peter Jacobs. Zum stellvertretenden Ärztlichen Direktor wurde Prof. Dr. med. dent. Reinhard Hickel, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, gewählt.

 


PM 14/2013

 
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Karl-Walter Jauch, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. med. Karl-Walter Jauch, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Karl-Walter Jauch, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. med. Karl-Walter Jauch, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender
Prof. Dr. med. dent. Reinhard Hickel, stellvertretender Ärztlicher Direktor Prof. Dr. med. dent. Reinhard Hickel, stellvertretender Ärztlicher Direktor