16.09.2010 15:00

Erste Implantation eines subkutanen Defibrillators in Bayern und Süddeutschland

Nach bereits sechs Implantationen dieses neuen Defibrillatorsystems in Deutschland wurde jetzt die erste erfolgreiche Implantation in der Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie am Klinikum der Universität München (LMU) durchgeführt. Die Schockelektrode wird bei dem neuen System subkutan am Brustbeine entlang geführt und das Aggregat an der linken Brustkorbwand unter die Haut implantiert. Dr. Gerd Juchem, Oberarzt der Klinik am Campus Großhadern, sieht den wesentlichen Vorteil eines subkutan implantierten Defibrillators darin, dass keine Elektrode mehr ins Herz gebracht werden muss.

Der Eingriff ist mit einem niedrigeren Risiko behaftet als die endovenöse Platzierung einer Elektrode. Es kann aber nur bei speziellen Krankheitsbildern eingesetzt werden, bei denen es zu gefährlichen schnellen Herzrhythmus- störungen kommen kann. Sollte nach der Abgabe des Schocks kurzzeitig eine Stimulation notwendig sein, ist dies auch möglich. Herzchirurg Professor Bruno Reichart sieht in dieser Art antitachykarder Therapie einen Schritt in die Zukunft mit mehr Komfort und Sicherheit für den Patienten.

Kontakt:

Dr. med. Gerd Juchem

Leiter Rhythmuschirurgie

Herzchirurgische Klinik und Poliklinik

Klinikum der Universität München - Großhadern

Tel. +49 89 7095-2931/Fax: -8898

Gerd.Juchem@med.uni-muenchen.de

PDF Pressemeldung 40/2010

Grafik (rechts): Cameron Health. Inc.

 

 

Implantierter subkutaner Defibrillator