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07.12.2015 16:00

Synergien zwischen klinischer Expertise und Industrie

Neue „Industrie-in-Klinik-Plattform“ soll Kliniken und Medizintechnik-Unternehmen besser vernetzen

Die besten Produktentwicklungen entstehen zwischen Medizinern und Ingenieuren. Das Potenzial der klinischen Expertise gekoppelt an innovative Ideen der Industrie sind enorm. Doch es gibt einen Haken: Bis ein medizinisches Produkt entwickelt und im klinischen Alltag erprobt ist, braucht es oftmals aufgrund der komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen viel zu lange. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat sich daher zum Ziel gesetzt, Kliniken und Medizintechnikunternehmen in Deutschland durch den Aufbau mehrerer Plattformen besser miteinander zu vernetzen.


Die Klinik für Allgemeine-, Unfall-, Hand- und Plastische Chirurgie am LMU-Klinikum hat eine Ausschreibung des BMBF gewonnen. Bis Februar 2016 wird von Mitarbeitern des Klinikums der Businessplan für die neue Kooperationsplattform konzipiert. Ziel der Plattform ist es, durch klinische Expertise die Entwicklung von medizinischen Produkten zu beschleunigen und effizienter zu gestalten. Eigens dafür geschaffene Rahmenverträge sollen die Zusammenarbeit zwischen Medizintechnikunternehmen und Medizinern vereinfachen.

Prof. Dr. Wolfgang Böcker, Direktor der Klinik für Allgemeine-, Unfall-, Hand- und Plastische Chirurgie, hat Grund zur Freude: „Unter zahlreichen Bewerbern hat der Antrag des Klinikums der Universität München als Zentrum der Hochleistungsmedizin und Innovation das BMBF in der ersten Runde überzeugt.“ Nun hat das Team unter Leitung von Dr. Simon Weidert bis Februar 2016 die Möglichkeit, unter Einbindung von Partnern aus dem klinischen Umfeld und der Industrie mit einem vollständigen Geschäftskonzept den Förderträger vom Standort München zu überzeugen.

Die „Industrie-in-Klinik-Plattform“ ist als ein am Klinikum der Universität München angesiedelter und in das klinische Umfeld integrierter Dienstleister geplant, der etablierte aber auch junge Medizintechnikunternehmen während des bedarfsorientierten Entwicklungsprozesses von Produkten unterstützt. Um eine an der Versorgungsrealität orientierte Entwicklung zu gewährleisten, stellt die Plattform Experten, Mentoren, innovative Simulationsumgebungen und andere innovative Dienstleistungen zur Verfügung.


Bei einer Bewilligung der zweiten Runde an Fördermitteln wird die Betreibergesellschaft der Plattform im Sommer 2016 gegründet. Bereits ab Januar 2017 können die Dienstleistungen in Projekten mit der Industrie erprobt werden.
Dr. Simon Weidert kennt bereits die Zielgruppe: „Wir möchten mit medizintechnischen Unternehmen zusammenarbeiten, welche selbst nicht sämtliche Ausstattung und kein optimales Netzwerk zu klinischem Personal besitzen.“ Bis Februar 2016 haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Ideen für neue Produktentwicklungen der Plattform vorzustellen. Bei Annahme und positivem Bescheid durch das BMBF können die Vorhaben ab Januar 2017 als staatlich geförderte Projekte starten.

 

Ansprechpartner:

Dr. med. Simon Weidert

Klinik für Allgemeine, Unfall-, Hand und Plastische Chirurgie

Klinikum der Universität München (LMU)
Campus Innenstadt

 089/4400-52625

 simon.weidert@med.uni-muenchen.de

 

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