25.09.2015 12:00

LMU-Klinikum koordiniert europäisches Trainingsnetzwerk

 „Immutrain“ bündelt Expertise von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Industrie im Kampf gegen Krebs

IMMUTRAIN-Logo

Eine der vielen fatalen Eigenschaften eines Tumors: Krebszellen entgehen während ihres Wachstums den Attacken des Immunsystems. Normalerweise macht die Körperabwehr entartete Zellen unschädlich. Seit langem träumen Forscher davon, das ausgeschaltete Immunsystem wieder „scharf“ gegen die Krebszellen zu machen. Aus dem Traum ist jetzt eine berechtigte Hoffnung geworden.

Deshalb fördert die Europäische Union nun das Trainingsnetzwerk „IMMUTRAIN“. Federführend ist das Klinikum der Universität München mit Prof. Stefan Endres an der Spitze, Forschungsdekan und Leiter der Abteilung Klinische Pharmakologie. Beteiligt sind insgesamt 14 öffentliche und private Forschungseinrichtungen in neun Ländern.

Der Schwerpunkt des Programms, die Immuntherapie von Tumoren, „ist eines der spannendsten und sich am schnellsten entwickelnden Forschungs- und Anwendungsgebiete in der Medizin“, sagt Privatdozent Dr. Sebastian Kobold, ebenfalls von der Abteilung Klinische Pharmakologie. Er wird die wissenschaftliche Koordination des Programms übernehmen, mit dem am LMU-Klinikum für drei Jahre vier neue Stellen für Wissenschaftler geschaffen werden. Dazu kommt eine weitere neue Stelle am Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität. Die Fördersumme für beide Einrichtungen beträgt über eine Million Euro.

„Mit den Mitteln können neue multinationale Forschungsprojekte realisiert werden“, betont Endres, „gleichzeitig erhalten wir Zugang zur Infrastruktur der beteiligten Partner.“ So werden Synergien geschaffen, die zu neuen und verbesserten Immuntherapien führen sollen – vor allem in Kombination mit Antikörpern, bestimmten Molekülen des Immunsystems. Beim geförderten Projekt geht es in erster Linie um exzellente Wissenschaft, aber auch, so Kobold weiter, „um bestmögliche Ausbildung von Nachwuchsforschern in diesem Bereich.“

 


Hinweis an Redaktionen: Ein konkretes Beispiel für die Immuntherapie gegen Krebszellen ist im Jahresbericht 2014 des Klinikums der Universität München dargestellt. Es geht um einen Impfstoff mit dendritischen Zellen (S. 20 ff)

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Ansprechpartner:

Prof. Dr. Stefan Endres (Forschungsdekan und Leiter Abtlg.)

PD Dr. Sebastian Kobold (wissenschaftlicher Koordinator Immutrain)

Abteilung für Klinische Pharmakologie

Klinikum der Universität München (LMU)
Campus Innenstadt

Symbol für Telefon +49 (0)89/4400-57300

Symbol für E-Mail stefan.endres@med.uni-muenchen.de

Symbol für E-Mail sebastian.kobold@med.uni-muenchen.de

 

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