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27.06.2018 10:00

Marcus Huppertz ab 01. Juli neuer Pflegedirektor am LMU-Klinikum

Zum 1. Juli 2018 tritt Marcus Huppertz (47) sein Amt als Pflegedirektor am LMU-Klinikum an. Er übernimmt damit die Fachverantwortung für rund 3.000 Pflegekräfte am Campus Innenstadt und am Campus Großhadern und ist zudem Mitglied im Vorstand. Huppertz kommt aus Köln, wo er seit 2014 in gleicher Funktion an den Kliniken der Stadt Köln für 1.800 Pflegekräfte zuständig war. Seine Münchner Vorgängerin Helle Dokken ist im Mai nach Göttingen gewechselt.

Marcus Huppertz verfügt über eine hervorragende Expertise. Parallel zu seiner täglichen Arbeit schloss er zusätzliche Studiengänge zum Gesundheits- und Sozialökonom (VWA) und zum Diplom-Betriebswirt ab. Er wurde aus einer Vielzahl von Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt. Seine Bestellung ist auf fünf Jahre befristet. Alfred Holderied, bislang Stellvertreter der Pflegedirektorin, hat bis zum Dienstantritt von Marcus Huppertz kommissarisch die Aufgaben des Pflegedirektors wahrgenommen.

Programm gegen Pflegenotstand mit Hochdruck vorantreiben
Der bundesweite Pflegenotstand ist auch am LMU-Klinikum ein zentrales Problem. In München verstärken die hohen Lebenshaltungskosten die Situation noch weiter. Marcus Huppertz: "Im Fokus sämtlicher Bemühungen der Pflegedirektion stehen die Weiterentwicklung konkret umsetzbarer Konzepte zur Akquise von motivierten und gut ausgebildeten Pflegefachkräften sowie die dringend notwendige Bindung erfahrener Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger. Durch meine Vorgängerin und den gesamten Klinikums-Vorstand wurden verschiedenste Projekte eingeleitet. Sie werden nun, ergänzt durch weiterführende Maßnahmenpakete, mit großem Hochdruck vorangetrieben werden müssen." Dazu zählt z.B. die Verpflichtung von Pflegenden aus der EU und dem internationalen Ausland, wie kürzlich im April von den Philippinen. Bei der Integration dieser Kolleginnen und Kollegen in das hiesige Arbeitsumfeld setzt der neue Pflegedirektor u. a. stark auf die Pflegepädagoginnen/-pädagogen, die Pflegewissenschaftler/-innen und die Praxisanleiter/-innen auf den Stationen und in den Funktionsbereichen.

Masterplan: Mehr Arbeitszufriedenheit und bessere Dienstpläne
Erklärte Zielsetzung von Marcus Huppertz ist es, die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten in allen Bereichen des Pflege- und Funktionsdienstes weiter zu erhöhen und für eine zuverlässige Dienstplanstabilität zu sorgen. Dies soll u. a. die kontinuierliche Wiedereröffnung von zurzeit geschlossenen Bettenkapazitäten in den Intensiv- und Allgemeinstationen möglich machen – und die Patientenversorgung auf höchstem Niveau gewährleisten. Als Schwerpunkt nennt Huppertz u. a. maximal flexibilisierte Arbeitszeitmodelle: Sie sollen sich am pflegerischen Bedarf und den Notwendigkeiten in der Patientenversorgung orientieren – aber auch den realen Einsatzmöglichkeiten der Beschäftigten in ihrer individuellen Lebenssituation Rechnung tragen.

Wichtige Themen in der Pflegeforschung
Pflegeforschung agiert entlang der täglichen Realität in einem sich rasant verändernden Arbeitsumfeld in den unterschiedlichen Bereichen der Pflege. Huppertz hebt hervor: "Sie wird maßgeblich ihren Beitrag zur Beantwortung von Fragen leisten, in wie weit die ablauforganisatorischen Prozesse und die operativen Arbeitsstrukturen innerhalb von Stations- und Funktionseinheiten sinnhaft verändert bzw. weiterentwickelt werden können." Der Themenkatalog umfasst viele Fragen, u. a. auch die, wie weit es sinnvoll ist, die Tätigkeit von anderen Beschäftigten mit höherer/niederer Qualifikation abbilden zu lassen. Huppertz: "Diese wichtigen Fragen müssen, immer unter Berücksichtigung und Ausnutzung der aktuellsten Erkenntnisse und Kompetenzen der Pflegewissenschaft, im Sinne des PDCA-Zyklus diskutiert und beantwortet werden." Der PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act, also Planen-Umsetzen-Überprüfen-Handeln) dient zur Qualitätssicherung.

Ein weiteres besonderes Anliegen ist dem Pflegedirektor die interdisziplinäre Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Er sagt: "Sie muss tagtäglich gelebt werden. Die unterschiedlichen Berufsgruppen müssen Arbeitsprozesse und Schnittstellen bestmöglich aufeinander abstimmen. Pflege erkennt diese Schnittstellen und kann einen wichtigen Betrag zu deren Verbesserung leisten. Die universitäre Krankenpflege hat immer auch den besonderen Auftrag, der medizinischen Forschung und Lehre in Hinblick auf die pflegerische Patientenversorgung zur Verfügung zu stehen."


Der Werdegang

Marcus Huppertz ist in Mechernich/Eifel geboren, Krankenpflegeausbildung und später Fachweiterbildung im Bereich der Anästhesie- und Intensivpflege am Universitätsklinikum Bonn. Er blickt auf eine 16-jährige praktische Berufserfahrung im Bereich der Intensivpflege zurück. Stationen: 2006-2009 im Leitungsteam der Chirurgischen Intensivstation am Universitätsklinikum Bonn, mehrere Jahre im Bereich der Herzchirurgischen Intensivpflege. Nach seinem berufsbegleitenden Studium (Abschluss 2012 als Betriebswirt/VWA) leitete er vor seinem Wechsel nach Köln zunächst als Pflegebereichsleitung das Chirurgische Zentrum und den Stab der Pflegedirektion am Universitätsklinikum Bonn.


Ansprechpartner:

Marcus Huppertz
Pflegedirektor Klinikum der Universität München
Campus Großhadern
Marchioninistr. 15
81377 München
Audio-Icon +49 (0) 89 4400- 72121
E-Mail-Icon Pflegedirektion@med.uni-muenchen.de

 

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