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10.01.2017 09:15

Deutschlands bester Chirurgie-Mechaniker arbeitet am LMU-Klinikum

Florian Menner (23 Jahre alt), der in der Abteilung Medizintechnik und IT am Klinikum der Universität München arbeitet, ist ein wahrer Exot. Das hat aber nichts mit seinem Äußeren zu tun. Menner wurde im Dezember 2016 beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks der Chirurgie Mechaniker zum Bundessieger gekürt und hat damit als Münchner die Konkurrenz in Tuttlingen – die als Chirurgie-Mechanik Hochburg gilt – abgehängt. Seit März 2016 arbeitet Menner im Operationszentrum am Campus Großhadern als Chirurgiemechaniker.

Der gebürtige Münchner hat im Jahr 2012 seine Ausbildung zum Chirurgiemechaniker bei der Firma Bausch in Krailling begonnen und Anfang 2016 erfolgreich abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt war das LMU-Klinikum auf der Suche nach einem Chirurgiemechaniker, Florian Menner hat sich beworben und arbeitet seit März 2016 erfolgreich im Operationszentrum am Campus Großhadern. Sein Tagesgeschäft bezieht sich auf die Reparatur der defekten Operationsinstrumente, welche aus dem OP über die Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA) in seine 'Werkstatt' gelangen. Durch mechanische Arbeiten bereiten Menner und seine beiden Hilfskräfte jedes Instrument einzeln auf, um es wieder über die ZSVA dem OP zur Verfügung zu stellen. Außerdem ist der junge Chirurgiemechaniker mit der Abteilung für Medizintechnik und IT für den weiteren Ausbau seiner Abteilung zuständig. Dazu gehört unter anderem die Schaffung eines Ersatzteillagers. "Um alle Instrumente möglichst lange nutzen zu können, spielt die Rostbeständigkeit der Oberflächen eine große Rolle, deren Überprüfung ebenfalls in meinem Aufgabengebiet liegt", erklärt Florian Menner.

Bundessieg im Leistungswettbewerb

Der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks besteht aus drei Bereichen, welche sich in Kammer, Landes, Bundesebene aufteilt. Nach jeder Ebene wird das Gesellenstück der Besten von neuem bewertet und der Sieger hieraus gekürt. "Für mich persönlich bedeutet mir der Preis sehr viel, da man die Bestätigung bekommt alles richtig gemacht zu haben. Desweitern freut mich besonders als Münchner (Exot in diesem Handwerk), mich gegen die Konkurrenz in Tuttlingen durchgesetzt zu haben und den Titel nach Bayern geholt habe", sagt Florian Menner.

Informationen zur Ausbildung

Die Ausbildung zum Chirurgiemechaniker ist eine dual gewerblich, technische Ausbildung im Metallbereich, die in der Regel dreieinhalb Jahre dauert. Im ersten Schuljahr bekommt man die Grundkenntnisse der Metallkunde in den lokalen Berufsschulen vermittelt. Die restliche zweieinhalb Schuljahre müssen alle Chirurgiemechaniker Deutschlands auf die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Tuttlingen. Nur dort ist die Schule der Chirurgiemachniker mit den berufsspezifischen Fächern. Darunter zählen z.B. Instrumentenkunde, Technisches Zeichnen, Fertigungstechnik und Anatomie. Der Chirurgiemechaniker an sich befasst sich mit der Produktion und Instandsetzung der Instrumente.

 

Ansprechpartner:

Florian Menner

Abteilung Medizintechnik und IT

Klinikum der Universität München (LMU)

Campus Großhadern

 E-Mail-Icon Florian.Menner@med.uni-muenchen.de

 

 

Bilder zum Download

Visuelle Prüfung eines starren Endoskops Visuelle Prüfung eines starren Endoskops
Glasperlenstrahlen eines Wundspreizers Glasperlenstrahlen eines Wundspreizers
© Wilfried Hiegemann - fotoideen.com Florian Menner (2. v.r.) wird beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks der Chirurgie Mechaniker zum Bundessieger gekürt, © Wilfried Hiegemann - fotoideen.com