Muttermilchbank am Klinikum der Universität München

Muttermilch – mehr als ein Lebensmittel

Ein Jahr Frauenmilchbank für Frühgeborene am Perinatalzentrum München-Großhadern

Bis in die 1970er Jahre waren Frauenmilchbanken für Neugeborene in Kinderkliniken in den Industrieländern weit verbreitet. Im Zusammenhang mit der AIDS-Epidemie und dem Wissen um die Möglichkeit der Übertragung von HIV über Muttermilch wurde der Betrieb von Frauenmilchbanken flächendeckend auch in Europa eingestellt – mit Ausnahme einiger Kliniken in der DDR. Erst in jüngster Zeit ist in Europa wieder ein Trend zur Gewinnung von humaner Spendermilch für schwerkranke Frühgeborene zu verzeichnen, nachdem Maßnahmen (wie bei der Blutspende) deren infektiologische Sicherheit weitestgehend garantieren können. Als die Frühgeborenenstation des Perinatalzentrums München Großhadern der LMU vor einem Jahr ihre Frauenmilchbank in Betrieb nahm, war dies die erste Neugründung in Westdeutschland seit Jahrzehnten – und die erste in den „alten“ Bundesländern. Derzeit gibt es deutschlandweit elf Frauenmilchbanken: zehn im Osten des Landes, eine in München. weiterlesen weiterlesen...

 


 

„Es war mir ein Bedürfnis zu helfen!“

Johanna Graeff war die erste Spendermutter der Frauenmilchbank für Frühgeborene am Perinatalzentrum München-Großhadern

Auf der Station I 10B des Perinatalzentrums Großhadern liegen Freud und Leid sehr nah beieinander. Denn hier werden kranke Neugeborene, aber auch extrem frühgeborene Kinder rund um die Uhr intensivbetreut, damit sie trotz ihres schwierigen Starts ins Leben zu einem gesunden Baby heranreifen können. Auch Johanna Graeffs Tochter verbrachte ihre ersten drei Lebensmonate auf der neonatologischen Intensivstation des Perinatalzentrums: Bereits nach knapp 24 vollendeten Schwangerschaftswochen war sie auf die Welt gekommen – mit weniger als 600 Gramm Geburtsgewicht. weiterlesen weiterlesen...

 


 

Fakten und Zahlen

Von der Gewinnung bis hin zur Gabe der Muttermilch – die Aufgaben der Frauenmilchbank am Perinatalzentrum München-Großhadern

Die Frauenmilchbank für Frühgeborene am Perinatalzentrum Großhadern ist eine Einrichtung zur Gewinnung, Testung, Aufbewahrung und Weitergabe von gespendeter Frauenmilch an Hochrisikoneugeborene, deren Mütter in ihren ersten ein bis zwei Wochen nach der Entbindung keine ausreichende Menge Muttermilch aufweisen. Sie ist eine nicht kommerzielle Einrichtung und betreibt auch keinen Handel mit Muttermilch, wie dies z. B. in den USA möglich ist.

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Experten zum Thema

Hier finden Sie die Kontaktdaten zum Thema Muttermilch und die Versorgung von Frühgeborenen durch die Frauenmilchbank der Neonatologie am Campus Großhadern des LMU-Klinikums

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