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PD Dr. Sebastian Kobold mit ERC Starting Grant ausgezeichnet

11.08.2017 - Zum 10. Mal hat der Europäische Forschungsrat (ERC) Forscher aller Disziplinen und Fachrichtung mit einem "Starting Grant" ausgezeichnet. Zu den ausgezeichneten Wissenschaftlern zählt Dr. Sebastian Kobold vom Klinikum der Universität München. Er ist somit erst der zweite Mediziner und das sechste Mitglied der Medizinischen Fakultät der LMU überhaupt, der mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet worden ist. Die Auszeichnung ist mit einer Förderung in Höhe von jeweils etwa 1,5 Millionen Euro verbunden. Sie wird anhand der wissenschaftlichen Exzellenz der Antragsteller sowie des beantragten Projekts vergeben und zählt zu den angesehensten Forschungsförderungen in Europa.

PD Dr Sebastian Kobold

Privatdozent Dr. Sebastian Kobold ist Oberarzt und Leiter der Arbeitsgruppe Immunpharmakologie am Klinikum der LMU in der Abteilung für Klinische Pharmakologie. Der Mediziner forscht über die Immunologie von Tumorerkrankungen, darunter Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dabei untersucht Sebastian Kobold vor allem die Interaktion zwischen Tumorzellen und Zellen des Immunsystems. Er entwickelt innovative Ansätze, wie sich das Immunsystem mithilfe gentechnischer Veränderungen der T-Zellen gegen die Tumorzellen ausrichten lässt.

In seinem ERC-Projekt "ARMOR-T" wird er T-Zellen für ihren Kampf gegen den Krebs auf zwei Arten "ausrüsten": Zum einen wird er sie mithilfe einer Reihe verschiedener Proteine die er selbst entwickelt hat, gezielt beeinflussen, und zum anderen gentechnisch verändern. Mit diesem kombinierten Ansatz stellt Kobold die Immuntherapie auf eine breitere Basis. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Bekämpfung von Bauspeicheldrüsenkrebs, die Ergebnisse sollen auch auf andere Tumorerkrankungen übertragen werden.

Nach seinem Studium der Medizin hatte Sebastian Kobold 2008 seine Weiterbildung in der Klinik für Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf begonnen, ehe er 2010 an die Medizinische Klinik und Poliklinik IV am Klinikum der LMU wechselte. Dort verband er seine klinische Weiterbildung mit dem Aufbau einer experimentellen Arbeitsgruppe in der Abteilung für Klinische Pharmakologie. 2013 ging er als Visiting Scientist in die USA. Hier brachte er am Dana Farber Cancer Institute in Boston sein tumorimmunologisches Wissen bei der Entwicklung neuer therapeutischer Antikörper ein. 2014 habilitierte sich Sebastian Kobold an der Medizinischen Fakultät der LMU.


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