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Engagement für Multiple Sklerose (MS)-Erkrankte

Prof. Reinhard Hohlfeld erhält AMSEL-Stiftungs-Preis

Die AMSEL-Stiftung Ursula Späth verleiht jedes Jahr drei dotierte Stiftungspreise an Menschen, die sich mit ihrem Wirken besondere Verdienste um Multiple Sklerose-Erkrankte erworben haben. Der Ursula Späth-Preis 2016 geht an Prof. Dr. med. Reinhard Hohlfeld, Direktor des Instituts für Klinische Neuroimmunologie am Klinikum der Universität München.

Prof. Dr. Hohlfeld mit Laudatorin I.H. Herzogin Elizabeth in Bayern Prof. Dr. Hohlfeld mit Laudatorin I.H. Herzogin Elizabeth in Bayern bei der Preisverleihung

Der diesjährige Hauptpreis, der Ursula Späth-Preis, wurde verliehen an den international anerkannten Neuroimmunologen Prof. Dr. Reinhard Hohlfeld. Sein Fachgebiet ist die Pathogenese der MS, die Frage nach Entstehung und Entwicklung der Erkrankung mit allen daran beteiligten Faktoren. Hohlfelds Forschungen haben die nicht sichtbaren neuroimmunologischen Abläufe im Körper sichtbar werden lassen, die Auswirkungen auf die Therapie Multiple Sklerose (MS)-Erkrankter haben. Seine Leistung, für die er internationale Preise und Auszeichnungen erhalten hat, haben enormen medizinischen Fortschritt für MS-Erkrankte gebracht.

Der Wissenschaftler und Arzt ist Mitglied der Progressive MS Alliance, welche die Erforschung und medikamentöse Therapie der progressiv verlaufenden MS-Formen im Fokus hat. Bisher lassen sich diese fortschreitenden Verläufe nur symptomatisch behandeln. Der Preisträger ist Professor für Neurologie am Klinikum der Universität München sowie Ko-Direktor und Lehrstuhlinhaber des dortigen Instituts für Klinische Neuroimmunologie. Seit 2011 ist er zudem auswärtiges wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie. Hinzu kommt sein langjähriges ehrenamtliches Engagement im Bereich Multiple Sklerose, als Vorsitzender des Ärztlichen Beirats des DMSG-Bundesverbandes und als Experte für AMSEL bei Veranstaltungen, Broschüren und Videos.

Laudatorin I.H. Herzogin Elizabeth in Bayern, Schirmherrin des DMSG-Landesverbandes Bayern, hob besonders Hohlfelds Interesse an der Forschung um der Menschen willen hervor: "In der Fachwelt sind Sie hochgeachtet und Ihr internationales Netzwerk zu Kollegen hat enormen medizinischen Fortschritt für MS-Erkrankte weltweit gebracht." Mit seinem fast vierzig Jahre währenden Engagement habe er einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass die einst als unbehandelbar geltende Krankheit den Schrecken der Unbehandelbarkeit verloren habe und viele Erkrankte auf eine positive Beeinflussung ihres MS-Verlaufs hoffen könnten.

Verliehen wird der Ursula Späth-Preis seit 1993 an Menschen, die die Lebenssituation oder den Alltag von MS-Kranken spürbar verbessern. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, die der Preisträger einem Projekt seiner Wahl zugunsten MS-Kranker zukommen lässt