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DFG fördert transregionale Sonderforschungsgruppe mit 12,1 Mio. Euro

Mit insgesamt 12,1 Millionen Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mehrere Arbeitsgruppen an Universitäten und Kliniken. Die Gesamtsumme wird auf zwei zentrale Projekte und 19 Teilprojekte an den Universitäten Freiburg und Heidelberg, der Technischen Universität München und der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie dem Max-Planck Institut und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) aufgeteilt. Nach der Bewilligung im Mai 2016 wird die Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ab Juli dieses Jahres für zunächst vier Jahre gewährt. Ziel der am Klinikum geförderten Arbeitsgruppe ist die Analyse einer spezifischen T-Zellantwort, die Aufschluss über mögliche immunbasierte Therapieansätze bei Infektionen mit Hepatitis gibt.

Dr. Bijan Razziourouh Dr. Bijan Razziourouh

Bereits seit mehreren Jahren beschäftigt sich die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Dr. Bijan Raziorrouh an der Medizinischen Klinik II mit der Entschlüsselung von virusspezifischen CD4-Zellen, die u.a. bei einer Infektion mit Hepatitis C (HCV) auftreten. Dabei soll insbesondere der Einfluss von neuen, direkt antiviral wirkenden Medikamenten auf die Immunantwort chronisch infizierter HCV Patienten untersucht werden. Zudem steht die Frage im Mittelpunkt, ob durch eine erfolgreiche medikamentöse Elimination des Virus auch ein Wiederaufbau des Reservoirs von CD4 T-Zellen erfolgt. Diese sind in der Regel in der chronischen Phase einer Hepatitis Infektion erschöpft und in dieser Zeit nur in verhältnismäßig geringer Zahl im Körper vorhanden.

„Unser Projekt beschäftigt sich mit einer wichtigen Fragestellung, die Aufschlüsse über zukünftig mögliche immunbasierte Therapien und Impfstrategien von Infektionserkrankungen geben soll. Unser Ziel ist es, durch Modifikation des Transkriptionsprofils von virus-spezifischen CD4 T-Zellen das Immunsystem umzuprogrammieren und so chronisch persistierende Viren zu eliminieren. Zudem wird uns eine Zusammenarbeit mit Deutschland- und weltweit führenden Forschungsgruppen an der Ludwig-Maximilians-Universität, der Technischen Universität sowie der Universität Freiburg und Heidelberg ermöglicht. Die Vernetzung des transregionalen Sonderforschungsbereichs garantiert eine innovative Kooperation“, so Dr. Raziorrouh.