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Biomedizinische Forschung

LMU-Mediziner erhalten m4 Award

02.12.2015 - Das LMU-Team um Prof. Marion Subklewe am Klinikum der Universität München freut sich über die Verleihung des m4 Awards für ihre biomedizinische Arbeit. Mit diesem Preis zeichnet das Bayerische Wirtschaftsministerium fünf innovative biomedizinische Forschungsprojekte aus, die das Zeug dazu haben, in eine Unternehmensgründung zu münden. Für die sogenannte "Pre-Seed-Phase" vor der Gründung stellt der Freistaat den Gewinnern rund 500.000 Euro für zwei Jahre zur Verfügung.

Preisverleihung des m4 Awards an LMU-Mediziner, © BioM v.l.n.r.: Staatssekretär Franz Josef Pschierer, Dr. Nadja Fenn, Prof. Marion Subklewe und Prof. Karl-Peter Hopfner (© BioM)

Auch in der dritten Ausschreibungsrunde wurden wieder fünf Gewinnerteams aus bayerischen Universitäten, Forschungseinrichtungen oder Kliniken ausgewählt. Drei der ausgezeichneten Teams entwickeln Immuntherapien der nächsten Generation, die sich gegen Krebserkrankungen richten, darunter das LMU-Team. Diese nutzen das Immunsystem des Patienten, um die Tumorzellen zu zerstören. Die neuartigen Immuntherapien werden derzeit international intensiv erforscht und mit großen Hoffnungen verknüpft. Ein weiteres Team arbeitet an Medikamenten zur Behandlung von Fettleibigkeit, die bisher nur unzureichend und oft mit Nebenwirkungen therapierbar ist. Ein Preisträger erstellt eine Software, die die Entwicklung von Medikamenten durch die Analyse großer und diverser Datenmengen unterstützen soll.

"Für Bayern als Hochtechnologiestandort sind Forschung und Entwicklung von zentraler Bedeutung. Es geht aber auch um den Transfer in innovative Produkte und Technologien. Das ist die Basis, um im globalen Wettbewerb mithalten zu können", erläutert Staatssekretär Pschierer. "Der m4-Award ist ein passgenaues Werkzeug, das die schwierigen Rahmenbedingungen im medizinischen Bereich berücksichtigt. Wir prämieren damit die besten Ideen und unterstützen sie auf dem Weg von der Forschung zur Anwendung. So schaffen wir echten Nutzen für die Patienten und das deutlich schneller."

Die LMU-Preisträger und Projektbeschreibung

Das Immunsystem erkennt körpereigene Zellen, die nicht angegriffen werden dürfen, an Molekülen, die im allgemeinen als "marker of self" bezeichnet werden. Viele Krebszellen verstecken sich vor dem Immunsystem, in dem sie die "marker of self" in hoher Zahl auf ihrer Oberfläche tragen. Der Ansatz von Dr. Nadja Fenn und Prof. Karl-Peter Hopfner vom Genzentrum der LMU München und Prof. Marion Subklewe vom Klinikum der LMU ist es, diese Tarnung auszuschalten und das Immunsystem des Patienten zu aktivieren. Dazu wird ein künstlicher Antikörper entwickelt, der spezifisch Krebszellen erkennt, Immunzellen mobilisiert und zugleich die Unterdrückung des Immunsystems aufhebt.


weiter:Mehr zur Arbeit von Prof. Subklewe; "Immuntherapie gegen Krebs"