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Wirtschaftsministerium fördert Personalisierte Medizin

m4 Award für Klinikums-Ärzte

Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat heute die Gewinner des m4 Award bekannt gegeben: Fünf Wissenschaftler-Teams aus Bayern erhalten eine Forschungsförderung von durchschnittlich 500.000 Euro und eine professionelle Betreuung. Damit sollen ihre biowissenschaftlichen Projekte soweit weiter entwickelt werden, dass sie die Grundlage für eine Unternehmensgründung bilden. Der m4 Award fördert insbesondere kommerzialisierbare Projekte im Bereich der „Personalisierten Medizin“. Damit soll der bayerischen Gründerszene in der wichtigen Schlüsseltechnologie Biotechnologie ein weiterer Impuls gegeben werden.

m4-Award Prof. Domdey (BioM), Prof. Gerbes und Staatssekretärin Katja Hessel
„In unseren Forschungseinrichtungen in Bayern schlummert ein gewaltiges Potenzial. Diesen Schatz wollen wir mit dem ‘m4 Award‘ noch besser heben“ hob Staatssekretärin Katja Hessel im Rahmen der Preisverleihung des m4 Award in der Münchner Residenz hervor. Es wurden fünf Projekte ausgezeichnet, die hohe wirtschaftliche Erfolgsaussichten mit Schwerpunkt auf Anwendungen in der Personalisierten Medizin haben. Die biowissenschaftlichen Projekte erhalten jeweils eine halbe Million Euro für die nächsten zwei Jahre. Damit sollen sie im Hinblick auf eine spätere konkrete Anwendung validiert werden. Zudem werden die Projektleiter durch ein intensives Beratungsangebot auf dem Weg in die Unternehmensgründung begleitet.

 

Mit dem m4 Award soll die Gründung junger wachstumsstarker Unternehmen im Zukunftsfeld der Personalisierten Medizin unterstützt werden. Die Personalisierte Medizin entwickelt Medikamente, die auf bestimmte Gruppen von Patienten zugeschnitten sind und so wesentlich wirksamer und sicherer als heute übliche Medikamente sind. Das Team von Dr. Andreas Benesic und Prof. Dr. Alexander Gerbes vom Klinikum der Universität München entwickelt ein Zellsystem, mit dem die leberschädigende Wirkung von Medikamenten bei einem individuellen Patienten vorhergesagt werden kann. „Mit diesem Projekt sollen Leberschäden durch neue Medikamente verhindert werden. Solche Nebenwirkungen können im schlimmsten Fall zum Tode führen“, erklärt Prof. Gerbes von der Medizinischen Klinik II am Klinikum der LMU in München-Großhadern.“ Aufgrund dieses bislang unkalkulierbaren Risikos wurden zahlreiche Medikamente vom Markt genommen, obwohl meist nur wenige Patienten betroffen waren. Ursache sind die großen Unterschiede im individuellen Leberstoffwechsel, die mit den bisherigen Tests nicht erfasst werden.“

Die Preisträger haben ein Verfahren entwickelt, mit dem aus nur 10 ml Blut Zellen gezüchtet werden, die den Leberzellen des Spenders ähneln und so erstmals eine Aussage über das persönliche Risiko durch Medikamente und Medikamenten-Wechselwirkungen ermöglichen. Mit Hilfe des m4 Award werden Untersuchungen an Patienten und Probanden durchgeführt und individuelle Profile erstellt. „Diese Aufklärung der molekularen Mechanismen im Individuum ist Basis für die Entwicklung von Biomarkern zum Schutz von Risikopatienten. Für die Pharmaindustrie ist das MetaHeps-Verfahren von größtem Interesse und erlaubt bisher unerreichte Sicherheit durch personalisierte Medizin“, sagt Preisträger Gerbes.

 


Weitere Informationen auf der Webseite von BioM