Startseite » Aktuelles » Aktuelles » Langzeit-Archiv » LMU-Mediziner entwickeln Bildungsmodule für Kinder- und Jugendärzte
Gesundheitliche Folgen des Klimawandels

LMU-Mediziner entwickeln Bildungsmodule für Kinder- und Jugendärzte

© lavizarra - fotolia.com © lavizarra - fotolia.com

Das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin erhält im Rahmen des Projektes Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) eine Projektförderung zur Entwicklung von Bildungsmodulen für Kinder- und Jugendärzte. Die Förderung in Höhe von 200.000 Euro stellt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zur Verfügung. "Ziel des Projektes ist es, wissenschaftliche Kenntnisse zu gesundheitlichen Gefahren für Kinder und Jugendliche, die durch Klimawandel mitbedingt sind, zu vermitteln. Dafür sollen nötige Fähigkeiten für Diagnostik, Therapie und Prävention geschaffen werden, um präventiv und kurativ adäquat handeln zu können", sagt Projektleiterin Dr. Julia Schoierer

 

Klimawandelbedingte gesundheitliche Gefahren werden die Gesundheitssysteme zunehmend vor neue Herausforderungen stellen. Dazu zählen beispielsweise hitzebedingte Gesundheitsprobleme, Allergien und Atemwegserkrankungen sowie Neuauftreten von Infektionskrankheiten, erhöhtes Hautkrebsrisiko aufgrund starker UV-Strahlung und Unfälle aufgrund von Extremwetterereignissen und infolgedessen psychische Belastungen.

Kinder gelten hierbei aufgrund ihrer besonderen Verwundbarkeit als eine spezielle Risikogruppe für zahlreiche Umweltbelastungen und für die Exposition gegenüber klimawandelbedingten Faktoren. Daher ist es wichtig im Gesundheitssektor die Kenntnisse über gesundheitliche Folgen des Klimawandels zu verbessern.

Das Projekt soll unter der Leitung von Dr. Julia Schoierer und PD Dr. med. Stephan Böse-O´Reilly der Arbeitsgruppe Pädiatrische Umweltepidemiologie bis März 2019 ein Blended-Learning-Angebot für Kinder- und Jugendärzte entwickeln und umsetzen. Mit Unterstützung eines Kooperationsnetzwerkes aus dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin, der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin, der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, der Deutschen Akademie für Prävention und Gesundheitsförderung sowie der Bundes- und Bayerischen Landesärztekammer ist geplant, ein speziell auf die Zielgruppe der Kinder- und Jugendärzte ausgerichtetes Angebot zu entwickeln und nachhaltig zu etablieren. 

 


Kontakt

Dr. Julia Schoierer

Arbeitsgruppe Pädiatrische Umweltepidemiologie

Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin

Klinikum der Universität München

Campus Innenstadt

 +49 (0)89/4400-55392

 julia.schoierer@med.uni-muenchen.de

Internet-Icon Zur Webseite des Projekts