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Zertifizierung zum überregionalen Traumazentrum

Hoher Anspruch an die Qualität der Patientenversorgung

02.03.2016 - Die Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie erfüllt die Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und ist durch erneute Zertifizierung offiziell wieder als überregionales Traumazentrum an beiden Standorten des Klinikums der Universität München anerkannt. Überregionale Traumazentren verfügen neben entsprechenden fachlichen Kompetenzen über spezielle personelle, strukturelle und apparative Ressourcen, um die Versorgung Schwerverletzter rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr zu gewährleisten.

Die Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie hat die Zertifizierung zum überregionalen Traumazentrum der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie an beiden Standorten des Klinikums erhalten. "Die Zertifizierung stellt hohe Anforderungen an die teilnehmenden Kliniken und einen hohen Anspruch an die Qualität der Patientenversorgung", erklärt Prof. Dr. Wolfgang Böcker, Direktor der Klinik. Das Ärzteteam steht an den Standorten Großhadern und Innenstadt für die Behandlung von Unfallverletzungen aller Schweregrade und Polytraumata rund um die Uhr zur Verfügung. Dabei verpflichtet sich die Klinik u.a., die Behandlungsdaten von Unfallverletzten in das TraumaRegister DGU® einzupflegen. Anhand dieser Daten werden Aussagen zur Versorgungsqualität ermöglicht und medizinische Behandlungsmethoden auf ihre Effektivität hin abgeglichen. "Die guten Ergebnisse der Jahresberichte dokumentieren die exzellente Versorgungsqualität am Klinikum", ergänzt Böcker.

Prof. Dr. Wolfgang BöckerDie Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie ist – neben der Unfallklinik Murnau und dem Klinikum Traunstein – auch eines der drei überregionalen, zertifizierten Traumazentren im Traumanetzwerk München-Oberbayern Süd. Das Traumanetzwerk ist ein freiwilliger Zusammenschluss von drei überregionalen, neun regionalen und dreizehn lokalen Traumazentren dessen Sprecher Prof. Böcker ist. "Dass das Traumanetzwerk München-Oberbayern Süd gut funktioniert, haben wir kürzlich bei dem Zugunglück in Bad Aibling gesehen, wo einige Kliniken, unter anderem das Klinikum der LMU in Großhadern, beteiligt waren."

Sowohl für die Anerkennung als überregionales, zertifiziertes Traumazentrum als auch für die Zulassung zum Schwerstverletzungsartenverfahren der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ist eine der zentralen Voraussetzungen das Vorhandensein eines Hubschrauberlandeplatzes, den das Klinikum der Universität München am Campus Großhadern unterhält. "Besonders für schwerstverletzte Patienten mit hohem Blutverlust oder dem drohenden Verlust von Gliedmaßen kann der Einsatz des Hubschraubers lebensrettend sein", betont Prof. Böcker. "Leider gibt es immer wieder Bürgerproteste gegen den Hubschrauberlärm, aber hier sollte man Verständnis für die Notlage der Patienten haben. Schließlich kann ein Unfall jeden treffen. Da wir wissen, dass nach schweren Unfällen jede Minute zählt, würde ich mir eine noch bessere Anbindung des Hubschrauberlandeplatzes an den neuen Schockraum im Operationszentrum  wünschen. Dadurch könnten wir noch besser unserem Anspruch als überregionaler Versorger schwerstverletzter Patienten gerecht werden."

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Wolfgang Böcker

Direktor der Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

Klinikum der Universität München (LMU)

Campus Innenstadt und Großhadern

Audio-Icon +49 (0)89/4400-52501 (Sekretariat)

E-Mail-Icon Wolfgang.Boecker@med.uni-muenchen.de

Internet-Icon Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie