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Ausbildung ausländischer Ärzte am Klinikum soll verbessert werden

Prof. Jauch, Prof. Rueff, Dr. Al Humedi, zwei Stipendiaten, Prof. Siebeck, Ronald Kaduk, Christine Denk, Fabian Jacobs (v.l.n.r.) Prof. Jauch, Prof. Rueff, Dr. Al Humedi, zwei Stipendiaten, Prof. Siebeck, Ronald Kaduk, Christine Denk, Fabian Jacobs (v.l.n.r.)
11.06.2015 -

Zur Etablierung eines strukturierten Programms für Ärzte in der Weiterbildung aus dem außereuropäischen Ausland hat das Klinikum der Universität München einen Rahmenvertrag mit dem saudi-arabischen Ministry of Education (MoE) geschlossen. Durch dieses Programm sollen saudi-arabische Ärzte die Gelegenheit erhalten, eine Weiterbildung zum Facharzt in Deutschland abzuschließen. Das Klinikum will mit dieser Kooperation einen Beitrag zur Verbesserung der Medizin im internationalen Rahmen leisten und, ergänzend zu ähnlichen Programmen im Nahen Osten, Asien und Afrika, die Patientenversorgung vor Ort verbessern. Das Klinikum verspricht sich durch diese Zusammenarbeit einen Qualitätsanstieg seiner Weiterbildungsprogramme und eine Förderung der internationalen Sichtbarkeit des Klinikums.

Der Rahmenvertrag gilt für Ärzte aus Saudi-Arabien in Weiterbildung, die am Klinikum angestellt und deren Stelle vom MoE des Königreichs Saudi-Arabien finanziert werden. Während ihrer Zeit am Klinikum unterliegen die Stipendiaten den gleichen Rechten und Pflichten wie alle anderen Ärzte in Weiterbildung, die am Klinikum arbeiten.

Darüber hinaus erhalten die saudi-arabischen Stipendiaten ein begleitendes Unterstützungsprogramm. Dieses ist in vier Stufen unterteilt: Im ersten Schritt findet eine Vorauswahl statt, in der die Qualifikationen der Kandidaten und vorhandenen Kapazitäten am Klinikum wesentliche Kriterien darstellen. Jährlich sollen bis maximal 15 Kandidaten am Klinikum aufgenommen werden.

In der zweiten Stufe nehmen die Kandidaten an Sprachkursen  teil und werden auf den Alltag im Klinikum vorbereitet. Der Fokus liegt hier auf einer berufsübergreifenden Integration in das tägliche Leben in Deutschland, sowie der Vertiefung des Wissens über das deutsche Gesundheitssystem und der deutschen Krankenhauskultur.

Die Facharztausbildung bildet den wichtigsten und größten abschließenden Schritt des Programms. Jedem Teilnehmer ist in dieser Zeit ein leitender Arzt bzw. Ärztin zugeteilt, zusätzlich werden die saudi-arabischen Ärzte während der gesamten Ausbildung von einem ärztlichen Tutor betreut. Das vom Klinikum angebotene Ausbildungsprogramm und die damit verbundenen Aufgaben entsprechen dabei denselben Standards wie der praktische Unterricht deutscher Ärzte in Weiterbildung.

Das Klinikum der Universität München erhofft sich durch dieses Programm, die Ausbildung aller Ärzte in Weiterbildung am Klinikum zu verbessern und nachhaltige Standards zu setzen.