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Modernster Rettungshubschrauber am Campus Großhadern

Mit der EC 145 T2 wird am Uniklinikum in Großhadern heute der weltweit erste Hubschrauber seiner Art in Dienst gestellt. Die DRF Luftrettung startet mit diesem Fluggerät die Erneuerung der gesamten Flotte. Herausragende Merkmale sind ein Zugewinn an Leistungsstärke, Sicherheit und modernster Technik. So leisten die beiden Turbinen jeweils 1038 PS, der Heckrotor ist ummantelt, was sich insbesondere durch einen geringeren Geräuschpegel in Reiseflughöhe bemerkbar macht, zudem erlaubt ein neu entwickeltes Avionik-System (Funk- und Navigationsanlagen) aufgrund Satellitenunterstützung einen Flug ohne Sicht, z. B. in dichten Wolken.

Intensivtransporthubschrauber des Typs EC 145 T2 Der neue "Christoph München"

Wie bereits das Vorgängermodell ist auch der neue Hubschrauber kompatibel mit den eingesetzten Nachtsichtgeräten. "Wir verfügen mit dieser neuesten Generation von Rettungshubschraubern über eine modulare Arbeitsplattform, die wir in bisher nicht bekannter Weise individuell an unserer vielfältiges Einsatzspektrum optimal anpassen können", erklärt Dr. Andreas Bayer als leitender Arzt der Luftrettungsstation.

Bei der Innenausstattung sind ergonomische Analysen zum Tragen gekommen, um die Anordnung der Patiententrage, die Platzierung der Besatzung sowie der Gerätschaften bestmöglich zu gestalten. Entwickelt wurde das System von Bucher Leichtbau, der ADAC-Luftrettung und der DRF Luftrettung im Rahmen eines Kooperationsvertrages. Konkret bedeutet dies unter anderem:

Die Patiententrage, auf der der Patient während des Fluges liegt, ist nun rechts vom Notarzt und Rettungsassistenten eingebaut und erleichtert die Behandlung        

Die Sitze für die Besatzungsmitglieder sind drehbar und an mehreren Stellen in der Kabine positionierbar

Ein neues "Center-Cabinet" schafft definierten Stauraum für den Notfallrucksack im Bereich der Kabinen-Ausstiege. Dies vereinfacht die Entnahme von Material und Medikamenten aus dem Rucksack auch im Flug, eine Doppelbevorratung ist damit nicht mehr nötig.

Das "Cabinet" im Heck bietet ebenfalls mehr Stauraum und dient zur Aufbewahrung von Sauerstoffflaschen, Verbrauchsmaterial und Medizingeräten

Über ein schieb- und drehbares Schienensystem an der Decke können unterschiedliche medizinische Geräte, z. B. ein Beatmungsgerät, befestigt und flexibel positioniert werden

Besonders bedeutsam etwa für den Transport von beatmungspflichtigen Neugeborenen ist die Verdoppelung des Sauerstoffvolumens. Damit können ohne Zwischenlandung deutlich weitere Strecken zurückgelegt werden, diese kritischen intensivmedizinischen Transporte können so in kürzerer Zeit absolviert werden. Die maximale Reichweite mit einer Tankfüllung beträgt rund 700 Kilometer, die Reisegeschwindigkeit liegt bei 262 Stundenkilometern. Ab Mittwoch, 11. Februar 2015, steht die EC 145 T2 nun in München-Großhadern als erster Rettungshubschrauber der neuesten Generation für Patienten in Süddeutschland und darüber hinaus zur Verfügung.

 
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