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Krankenhausalarmplanung - INM zeigt Einsatz in Brasilien

Katastrophenschutzübung in Brasilien Momentaufnahme während einer Katastrophenschutzübung in Brasilien.

Im Rahmen der Vorbereitungen auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 beteiligte sich das Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) des Klinikums der LMU in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) an einem internationalen Projekt zur Verbesserung der Versorgung schwer verletzter Patienten.

Hierzu fanden in verschiedenen Regionen Brasiliens Workshops an mehreren Krankenhäusern statt. Ziel war die Vermittlung von Grundlagen der Einsatzplanung, die es den Kliniken ermöglichen, sich auf einen Massenanfall von Verletzten und Erkrankten vorzubereiten. Der Katastrophenschutzbeauftragte des LMU-Klinikums, Dr. Thorsten Kohlmann, und sein Team waren in Sao Paulo, Cuiabá und Porto Alegre tätig. Es handelt sich dabei um Austragungsorte von WM-Spielen. Die Workshops verliefen außerordentlich viel versprechend: Sie endeten mit Übungen in einzelnen Krankenhäusern, in denen bereits erfolgreich begonnen wurde, das erworbene Wissen in die Praxis umzusetzen. Die Beratung von Krankenhäusern zu Alarm- und Einsatzplanung muss im Katastrophenschutz etablierte Vorgehensweisen mit der individuellen Struktur des einzelnen Krankenhauses vereinbaren: „Letztendlich muss der Plan auf das einzelne Krankenhaus zugeschnitten sein – nur so ist er in einer solchen Extremsituation eine Hilfe.“ erklärt Dr. Kohlmann. In Brasilien scheint dies gelungen zu sein – die weit überwiegende Zahl der Hospitäler hatten bis dahin keinerlei Alarmpläne für solche Ereignisse entwickelt.


Internet-Icon Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM)