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Seit dem 1. Januar 2014:

Das neue Institut für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin

Prof. Martin Fischer Prof. Dr. Martin Fischer im Hörsaal

An der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV wurde im August 2011 ein neuer Lehrstuhl für Didaktik und Ausbildungsforschung etabliert. Seit dem 1. Januar 2014 ist der Lehrstuhl nun ein eigenes Institut  – und nimmt damit bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Direktor des neuen Instituts ist Prof. Dr. Martin Fischer, der seit November 2012 auch als Studiendekan für die Lehre im klinischen Studienabschnitt des Medizinischen Curriculums München (MeCuM) und in den Masterstudiengängen an der Medizinischen Fakultät verantwortlich ist. Prof. Fischer war einer der Mitbegründer und Gestalter des MeCuM, das Lerninhalte und Methoden besonders im klinischen Studienabschnitt modernisierte. Die Studierenden sollen auf ihre Rolle als Ärztin oder Arzt und ihre Verantwortung den Patienten und der Gesellschaft gegenüber vorbereitet werden. Neben der Vermittlung der vielfältigen fachlichen Inhalte soll die Begeisterung für Wissenschaft und Forschung im MeCuM ebenso geweckt und gefördert werden wie die Teamarbeit, die Vermittlung von Methoden der Gesprächsführung, das Verstehen der evidenzbasierten Medizin als Grundlage ärztlicher Entscheidungsprozesse und die Bereitschaft und Fähigkeit zum lebenslangen Lernen.

 
Das neue Institut versteht sich als Service- und Forschungseinrichtung. Wie kann man die Dozenten durch Kurse und Beratung besser auf ihre Aufgaben in der Lehre vorbereiten? Wie kann die Qualität der Lehre aus Sicht aller Beteiligten sinnvoll gemessen und bewertet werden? Wie können Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung auf Basis dieser Erkenntnisse ergriffen werden? Das Institut bietet mit all seinen Mitarbeiten den Studiendekanen und allen theoretischen, klinisch- theoretischen und klinischen Einrichtungen Unterstützung bei der Beantwortung dieser und weiterer Fragen
rund um die Professionalisierung der Lehre an.

 
In der Forschung beschäftigen sich die Mitarbeiter des Instituts mit Fragen zu klinischen Entscheidungs-, Wissenschafts- und Kommunikationskompetenzen. Wie kann man den Studierenden besser beibringen, die richtigen Entscheidungen für Lösung von Patientenproblemen zu treffen? Wie können diese Entscheidungen mit den verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen begründet und zielführend eingesetzt werden? Und wie kann die Gestaltung des Dialogs mit den Patienten und den anderen Mitgliedern im Versorgungsteam z.B. auf Visiten oder bei Fallbesprechungen besser verstanden und gelehrt werden? Besonderes Interesse liegt bei diesen Fragen auf dem Lernen aus Fehlern und in Teams. Der Einsatz von computergestützten interaktiven Lernumgebungen und von Simulationen mit Schauspielerpatienten und Videoszenarien sind wichtige Herangehensweisen für diese Forschung. Derzeit werden dazu mehr als 20 Promotionsprojekte am Institut in enger Zusammenarbeit mit dem Munich Center of the Learning Sciences (MCLS) der LMU betreut. Das Institut ist an einer ganzen Reihe von Drittmittelprojekten und Initiativen in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Kooperationspartnern und mit dem Medizinischen Fakultätentag (MFT), dem Masterstudiengang „Master of Medical Education“ (MME) an der Universität Heidelberg und der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) beteiligt, deren Präsident Professor Fischer derzeit ist.

 


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