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Symposium am Klinikum der Universität München in Großhadern

10 Jahre Kinderpalliativmedizin in München

Prof. Monika Führer, Prof. Karl-Walther Jauch und Stm. Melanie Huml Prof. Führer, Prof. Jauch und Melanie Huml (v.l.n.r.)
12.12.2013 -

Vor 10 Jahren gab es in München am Klinikum der LMU in Großhadern einen wichtigen Startschuss für eine bessere Versorgung schwerstkranker Kinder in Bayern: Prof. Monika Führer und Kollegen gründeten einen Arbeitskreis und kurz danach die Koordinationsstelle Kinderpalliativmedizin.

Heute ist Bayern führend in Deutschland in der spezialisierten ambulanten Versorgung schwerstkranker Kinder und ihrer Familien daheim. Aus dem Projekt „HOMe-Hospiz ohne Mauern“ ist ein ganz Bayern umfassendes Versorgungsnetz zur Verbindung von ambulanter und stationärer Betreuung entstanden.

Zu diesem Anlass gratulierte die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml der LMU zur von der Krupp-Stiftung 2006 gestifteten, europaweit ersten Professur für Kinderpalliativmedizin, auf die vor fünf Jahren Prof. Monika Führer berufen wurde. Ab 2014 wird diese Professur erstmalig in Deutschland von der Universität verstetigt und weitergeführt. Staatsministerin Huml hob vor allem die gute Vernetzung von stationärer und ambulanter Versorgung durch die derzeit schon bestehenden vier Teams in Bayern sowie die gute Zusammenarbeit zwischen Kinderpalliativmedizin und Kinderhospizarbeit als Schlüssel zu diesem großen Erfolg hervor.

Dies wurde insbesondere durch das erste Kinderpalliativkonzept bundesweit ermöglicht, das mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium 2009 erarbeitet wurde. Der Aufbau von Kinderpalliativteams, die Familien zu Hause in der vertrauten Umgebung betreuen, ist das Herzstück dieses einmaligen Konzepts. Staatsministerin Huml hob auch die entscheidende Rolle der Krankenkassen hervor, die sich dieses Konzept zu eigen gemacht haben und heute die Finanzierung sicherstellen.

Der Ärztliche Direktor des Klinikums der LMU, Prof. Dr. Karl-Walther Jauch, dankte dem Ministerium und der Gesundheitsministerin Huml für ihre außerordentliche Unterstützung für die Kinderpalliativmedizin. Er wies darauf hin, dass das neue Kinderpalliativzentrum, unterstützt durch die Arbeit des Fördervereins Kinderpalliativmedizin München, in Großhadern nächstes Jahr in Bau gehen und Ende 2015 bezugsfertig sein wird. Das Team um Frau Professor Führer wird dann die Aufgabe als zentraler Pfeiler des gesamtbayerischen Konzepts aus einem musterhaften Zentrum heraus erfüllen können.