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HIV-Infektionen und sexuell übertragbare Krankheiten

Über 100.000 Schüler haben am Aufklärungsprojekt teilgenommen

Die 100.000ste Teilnehmerin (Mitte) Begrüßung der 100.000sten Teilnehmerin
17.07.2013 -

Die Veranstaltung ist bundesweit einzigartig: Vor zehn Jahren startete der Wissenschaftler Dr. Stefan Zippel am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München ein engagiertes Aufklärungsprojekt für Schüler. Jetzt ist die Zahl von 100.000 Teenagern erreicht, die im Rahmen der Veranstaltung über HIV-Infektionen und sexuell übertragbare Krankheiten informiert wurden.

Dr. Zippel und Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Thomas Ruzicka (Direktor der Klinik für Dermatologie und Allergologie) haben zu diesem Anlass gemeinsam mit der Bayerischen Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml den 100.000 Besucher dieser besonderen Vorlesung begrüßt: "Das Bewusstsein bei jungen Menschen für AIDS zu schaffen, ist von größter gesundheitspolitischer Bedeutung. Da AIDS nach wie vor nicht heilbar ist, ist die wirksamste Maßnahme gegen die Verbreitung von AIDS die Prävention. Daher setzen wir auf zielgerichtete Informationsangebote, die junge Menschen ansprechen und sie motivieren, sich mit den Themen zu befassen. Denn nur durch aktives Interesse können wichtige Botschaften auch ankommen", betonte Huml.

„Sex ist unter Jugendlichen ein großes Thema“, schilderte Dr. Zippel. „Dass man sich dabei mit verheerenden Krankheiten anstecken kann – dieses Wissen jedoch ist verschwindend gering. Wer will schon über Aids und HIV-Infektionen reden, über Filzläuse und andere hochpeinliche Probleme?“ Dr. Stefan Zippel, Psychologe und promovierter Humanbiologe, sowie Leiter der Psychosozialen Beratungsstelle an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie hat vor zehn Jahren zum Welt-Aids-Tag 2003 ein bundesweit einzigartiges Präventionsprojekt gestartet. Er klärt seither Schülerinnen und Schüler der 10. bis 13. Klassen an weiterführenden Schulen über sexuell übertragbare Krankheiten auf, die sogenannten STDs (von sexually transmitted diseases). Dazu zählen HIV-Infektionen und Aids ebenso wie Chlamydien, Gonorrhö, Hepatitis B, Herpes genitalis, Humane Papillomaviren (HPV), Pilzinfektionen und Syphilis. Pro Jahr gibt es in Deutschland etwa 2.900 HIV-Neuinfektionen, schätzungsweise 90.000 Menschen tragen das Virus in sich und etwa 14.000 wissen nichts von ihrer Infektion.

 


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Termine der Veranstaltungsserie ´Risiken der HIV-Infektion und STD´ im Juli 2013

 

Abgebildete Personen v.l.n.r. : Dr. Gabriela Ziegler vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Umwelt. Daneben Prof. Dr. Thomas Ruzicka, die Schülerin Giulietta Visintini vom Feodor-Lynen-Gymnasium aus Planegg, die stellvertretend als 100.000ste Schülerin ausgezeichnet wurde, Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml und Dr. Stefan Zippel.
Foto: Carla Lingner