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14. Patiententag für Lebertransplantierte

14. Patiententag für Lebertransplantierte Vortrag von Prof. Guba

Am 15. Juni 2013 trafen sich am Campus Großhadern etwa 300 lebertransplantierte Patienten, LMU-Ärzte und der Selbsthilfeverein Lebertransplantierte Deutschland e.V. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Information über den aktuellen Stand der Forschung und die Behandlungsmöglichkeiten am Klinikum der LMU sowie Erfahrungsberichte und -austausch von Patienten. Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, eröffnete den Patiententag mit einem Grußwort, in dem er die Qualität der Arbeit am Klinikum der LMU und die Aktivitäten des Vereins Lebertransplantierte würdigte.

 

Dr. Wolfgang HeubischHeubisch betonte, dass gemeinsam alles dafür getan werden müsse, das Vertrauen der Menschen in die Transplantationsmedizin und die Organspende zurück zu gewinnen.

Prof. Alexander Gerbes„Unsere gemeinsamen Veranstaltungen für und mit Patienten und deren Angehörigen finden nun regelmäßig schon seit 14 Jahren statt. Dies und die Transparenz von Betreuung und Ergebnissen an unserem Zentrum trägt auch wesentlich zum Vertrauen bei“, sagt Prof. Alexander Gerbes, stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik II und Internistischer Leiter des Lebertransplantations-Programms am Transplantationszentrum München (TxM).

Für die Leber, die neben der Entgiftung auch für die Bildung lebenswichtiger Stoffe verantwortlich ist, gibt es – anders als bei Herz oder Niere – kein Ersatzsystem. Für Patienten mit Lebererkrankungen ist die optimale, interdisziplinäre Versorgung entscheidend. Die Spezialisten im Leber Centrum München (LCM) begleiten die Patienten bis zur Transplantation, der letzten Option bei akutem und chronischem Leberversagen. Mehr als 900 Lebern wurden seit der ersten Lebertransplantation im Juni 1985 im Klinikum der LMU transplantiert. Mit großem Erfolg: Je nach Art der Ausgangserkrankung – Leberzirrhose, akutes Leberversagen oder Leberkrebs – leben nach fünf Jahren noch über 70 Prozent der Patienten. Die 1 Jahres Überlebensrate aller Transplantierten, also einschliesslich der schwierigen Fälle, beträgt aktuell 84 Prozent. „Mit diesem hohen Qualitätsniveau der Ergebnisse zählt das LMU-Klinikum zu den Top 5 der Transplantationszentren in Deutschland“ betont Prof. Markus Guba, chirurgischer Leiter der Lebertransplantation. Neben der langjährigen Erfahrung und Expertise tragen dazu eine Reihe therapeutischer Neuerungen ebenso bei wie die enge Vernetzung und bewährte Zusammenarbeit der einzelnen Fachrichtungen im Klinikum der Universität München.

Prof. Bruno MeiserDie Transplantationsexpertise des Klinikums der LMU ist im Transplantationszentrum München (TxM) unter Leitung von Prof. Bruno Meiser gebündelt. Es umfasst alle Organe (Niere, Leber, Herz, Lunge, Herz-Lunge, Pankreas, Inselzellen, Dünndarm, Multiorgantransplantationen) und bietet eine kompetente Betreuung von Patienten mit Organerkrankungen im Endstadium und von bereits transplantierten Patienten an – sowohl bei Erwachsenen, als auch im Kindesalter. Mit mehr als 1.300 Leber-, Nieren-, Pankreas, Herz-, Lungen- und Dünndarmtransplantationen in den letzten 5 Jahren zählt das Klinikum der Universität München zu den größten Transplantations-Zentren in Deutschland.

 


Weitere Informationen:

Link: Leber Centrum München

Link: Patienteninformationen zur Lebertransplantation

Link: Lebertransplantierte Deutschland e.V.