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Großherzige Spende für die Palliativmedizin

Auf der Palliativstation im Klinikum der Universität München werden schwerstkranke und sterbende Menschen betreut. Ihre Versorgung wird durch die Krankenkassen bezahlt, aber bei weitem nicht alle Angebote können von den Kassen-Erstattungen finanziert werden. „Ohne Spenden für unseren Förderverein könnten wir Vieles nicht machen“, erklärt. Prof. Dr. Claudia Bausewein, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität. Umso mehr freuen sich Prof. Bausewein und ihr Team über eine Großspende von 25 000 Euro der Knorr Bremse Global Care, einem Verein, der die Charity-Aktionen des bekannten Münchner Unternehmens bündelt.

Thomas Barth, Prof. Bausewein und Thomas Steiner Knorr Bremse Global Care spendet 25.000€

„Einen Großteil der Summe geht in die Atemtherapie“, erläutert Prof. Dr. Bausewein. Auf der Palliativstation und im ambulanten Palliativteam kümmern sich drei Atemtherapeutinnen um die Patientinnen und Patienten, die Kassen kommen für sie nicht auf. „Viele Patienten haben am Ende ihres Leben Angst, leiden dann unter Atemnot, schlafen unruhig“, berichtet Prof. Dr. Bausewein. „Die Atemtherapie ist da ein beruhigendes Element.“ Die Therapeutinnen arbeiten über die Verbindung von Atem mit Körper, Seele und Geist, um Spannung abzubauen und zu einem verbesserten Wohlbefinden beizutragen. Oft kommt es dabei auch zu Gesprächen mit Patienten und Angehörigen. „Ich bin seit 20 Jahren in der Palliativmedizin und schätze diese Therapieform sehr, da sie auch sehr kranken Patienten gut helfen kann“, so Bausewein.

Mit der Spende will die Medizinerin auch den Aufbau eines Trauercafés unterstützen. Bis jetzt gibt es nämlich kein dauerhaftes Angebot für Menschen, deren Angehörige auf der Station verstorben sind. Einmal im Monat soll das Trauercafé in Großhadern die Möglichkeit für Gespräche und Begegnungen geben, auch Kinder können mitgebracht werden. Betrieben wird es von zwei Mitarbeiterinnen der Palliativklinik, die als Trauerbegleiterinnen ausgebildet sind. „Unsere Arbeit endet nicht mit dem Tod eines Patienten“, sagt Prof. Dr. Claudia Bausewein. „Auch die Trauernden wollen wir nicht allein lassen.“

 
Auf dem Foto v.l.n.r.: Thomas Barth - Vorsitzender des Fördervereins Palliativmedizin, Prof. Dr. Claudia Bausewein - Direktorin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin, Thomas Steiner - Junior Referent des Knorr Bremse Global Care e.V.

Kontakt:

Prof. Dr. Claudia Bausewein

Telefon 089/4400 -74929

E-mail claudia.bausewein@med.uni-muenchen.de