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Katastrophenschutz am Klinikum der Universität München

25.06.2018 - Der Krisenstab des Vorstands des Klinikums der Universität München hat erfolgreich eine Stabsübung mit simuliertem Massenanfall Verletzter im Münchner Innenstadtbereich absolviert. Die Übung fand unter Leitung des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) in der Ärztlichen Direktion in Großhadern statt. Im Mittelpunkt standen dabei der Krisenstab und dessen Aufgaben im Krisenfall. Ziel der Übung war es, auf eine Krisensituation, wie sie beispielsweise nach dem Amoklauf im Olympia Einkaufszentrum eingetreten ist, vorbereitet zu sein.

Katastrophenschutzübung am Klinikum Übung zum Katastrophenschutz am Klinikum

Zugunfall in Bad Aibling, Amoklauf im Olympia Einkaufszentrum, Schießerei am S-Bahnhof – Krisenszenarien sind keine Fiktion, sondern jederzeit mögliche Ereignisse. Das haben die Ereignisse in der nahen Vergangenheit eindrucksvoll belegt. Umso wichtiger, dass sich das Klinikum der Universität München auf derartige Situationen vorbereitet. Am Dienstag, 12. Juni 2018, fand deshalb unter Leitung des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) eine Stabsübung statt.

Das fiktive Szenario: Explosion in der U-Bahn zwischen Sendlinger Tor und Goetheplatz morgens um 8.30 Uhr, Brand und starke Rauchentwicklung, Panik unter den Menschen. Auch oberirdisch stockte der Verkehr, einige Fahrer verließen panisch ihre Autos und ließen diese im morgendlichen Berufsverkehr stehen. Die Folge: nichts ging mehr auf den Straßen. Zudem wurde der öffentliche Nahverkehr eingestellt. Kurz darauf kamen bereits die ersten – natürlich inszenierten – Meldungen aus den Kliniken der Innenstadt, dass Verletzte und verstörte Menschen dort Hilfe suchen. Die allgemeine Gefährdungslage war weitgehend unklar, ganz so, wie es bei realen Ereignissen eben der Fall ist. Wie beispielsweise beim Amoklauf im Olympia Einkaufszentrum im Sommer 2016.

Unter Leitung des Ärztlichen Direktors, Prof. Dr. Karl-Walter Jauch, musste der Krisenstab Personalengpässe, OP- und Intensiv-Kapazitäten, Krankentransport und Logistikaufgaben, Straßen- und Wegeführung, die Information der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit, die Betreuung von Angehörigen und etliche weitere Aufgaben unter Zeitdruck managen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des INM beobachteten die Aktionen und bewerteten diese. Abschließend erfolgten eine simulierte Pressekonferenz und die Nachbesprechung.

Neben den Vorstandsmitgliedern, der Vorstandsreferentin und dem Direktor der Klinik für Anästhesiologie waren die Abteilungen Medizintechnik und IT, Bau und Technik sowie Beschaffung und Wirtschaft, dazu die Stabsstellen Sicherheit sowie Kommunikation und Medien vertreten. Die simulierten Einsatzleitungen Großhadern und Innenstadt übernahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des INM sowie Oberärzte der Anästhesie und der Kinderchirurgie.

Fazit von Übungsleiter Dr. Stephan Prückner, Direktor des INM: "Der Krisenstab hat die Übung erfolgreich absolviert und gezeigt, dass wir für den Ernstfall gerüstet sind. Jeder hat binnen kurzer Zeit seine ihm zugedachte Rolle übernommen. Da jedes Ereignis andere und unvorhersehbare Probleme aufwirft, können letztlich nur die strukturellen Abläufe geübt werden, insbesondere die Kommunikation unter allen Beteiligten. Das ist jedoch die wesentliche Grundlage zur Bewältigung eines echten Krisenszenarios. Wir werden die Übung nun noch im Detail analysieren und daraus Vorschläge für weitere Verbesserungen erarbeiten. Mein besonderer Dank gilt Herrn Sebastian Eberl, der die Übung zu weiten Teilen vorbereitet hat."


Ansprechpartner

Dr. Stephan Prückner
Direktor Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM)
Klinikum der Universität München

Audio-Icon+49 (0) 89 / 4400-73939

E-Mail-Icon gs.inm@med.uni-muenchen.de

 

Bilder von der Stabsübung des Krisenstabs

Bild6 Quelle: Klinikum der Universität München