Nebenschilddrüsen-Adenom

Die Nebenschilddrüsen, auch als Epithelkörperchen bezeichnet, sind Drüsen, die in der Regel in zwei Paaren hinter der Schilddrüse zu liegen kommen. Sie bilden das Parathormon, das den Calciumspiegel im Blut erhöht.

Die Vergrößerung einer oder mehrerer Nebenschilddrüsen kann mit einer vermehrten Produktion von Parathormon einhergehen. Diese Erkrankung, die als primärer Hyperparathyreoidismus bezeichnet wird, führt zu einer z.T. deutlichen Erhöhung des Calciumspiegels im Blut (Hyperkalzämie). Daneben können Nierensteine und eine Verringerung der Knochendichte (Osteoporose) Folge dieser Stoffwechselstörung sein.

 

Diagnostik:

Die Laboruntersuchung sichert die Diagnose des primären Hyperparathyreoidismus. Im weiteren sind folgende diagnostische Schritte erforderlich: In vielen Fällen gelingt die sonographische Darstellung eines vergrößerten Epithelkörperchens (Nebenschilddrüsen-Adenom). Eine Szintigraphie mit Sesta-MIBI kann notwendig sein, um ein Nebenschilddrüsen-Adenom zu lokalisieren. Ergänzend ist meist eine Untersuchung der Nierenfunktion und eine Knochendichte-Messung zur Einschätzung der Krankheitsausprägung erforderlich.

 

NSD-Adenom
Sonografische Darstellung eines Nebenschilddrüsen-Adenoms (markiert) in zwei Ebenen

 

Therapie:

In aller Regel ist eine chirurgische Entfernung der vergrößerten Nebenschilddrüsen die Therapie der Wahl. Ein intraoperative Parathormonmessung kann bereits während der Operation den Therapieerfolg sichern.

 

Nachsorge:

In manchen Fällen ist nach erfolgreicher Behandlung eines primären Hyperparathyreoidismus eine Ersatztherapie mit Kalzium erforderlich.

 

In den seltenen Fällen, in denen die feingewebliche Untersuchung die Diagnose eines Nebenschilddrüsen-Karzinoms sichert, wird im Einzelfall über eine erneute Operation oder eine Bestrahlung der Halsregion entschieden. Eine langfristige Nachsorge ist dann notwendig

 
 

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