Insulinom

Etwa ein Drittel aller hormonaktiven Tumoren der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) sind Insulinome. Diese Tumoren produzieren unkontrolliert Insulin. Insulinome sind etwa gleichmäßig zu je einem Drittel auf Kopf, Mittelteil und Schwanz der Bauchspeicheldrüse verteilt und werden nur in Ausnahmenfällen außerhalb des Pankreas gefunden.

 

Die Überproduktion von Insulin senkt den Blutzuckerspiegel und verursacht dadurch anhaltende Unterzuckerungen. Damit erklären sich Beschwerden wie Schwächegefühl, Zittern, Herzklopfen, Schwitzen, Hungergefühl und eine Gewichtszunahme. Eine Unterversorgung des Gehirns mit Glucose zeigt sich in Kopfschmerzen, Verwirrung, Sehstörungen und Lähmungen. In einigen wenigen Fällen können sich diese Symptome bis zur Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen und Koma entwickeln.

 

In einem stationär durchgeführten Fastentest werden regelmäßig der Blutzucker und Hormonwerte (Insulin bzw. C-Peptid) gemessen. Sinkt der Blutzucker während dieses Testes auf zu niedrige Werte bei einer inadäquat hohen Insulinausschüttung ist die Diagnose des Insulinoms gesichert.

 

Insulinom
Darstellung eines Insulinoms als echoarmer (dunkler) Rundherd in der Endosonographie

 

In der weitergehenden Diagnostik kommen nuklearmedizinische und endosonographische Techniken zum Einsatz, um den meist kleinen Tumor zu lokalisieren. Nur in Ausnahmefällen ist eine Katheter-gestützte Blutentnahme erforderlich. Ziel der Lokalisationsdiagnostik ist eine optimale chirurgische Vorbereitung, um eine möglichst schonende Operation zu ermöglichen.

 
 

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