Funktionsweise der fokalen Therapie

Die Fokale Therapie der Prostata mittels hochintensiv fokussiertem Ultraschall (HIFU) ist eine besonders schonende Behandlung des Prostatakarzinoms bei gleichzeitiger Organerhaltung der Prostata. Die Zerstörung des Tumorgewebes beruht dabei auf thermischen (Erwärmung des Gewebes auf bis zu 100°C) und mechanischen Effekten. Der mechanische Effekt der HIFU-Therapie beruht auf Unterdruck, der durch die Schallwellen entsteht und so zur Ausbildung einer Kavitation führt. Durch die Kombination beider Effekte wird das Karzinomgewebe ausgeschaltet.

Durch die technische Weiterentwicklung ist mit dem neuen Gerät „Focal One“ (CE Zertifizierung 2013) eine gezielte Tumorausschaltung des tumortragenden Teils der Prostata und nicht (wie bisher) nur eine Seitenbehandlung (Hemiablation) eines Prostataseitenlappens möglich.

Die Therapieplanung und Lokalisation des Karzinomherdes erfolgt durch Überlagerung („Fusion“) von MRT- und Ultraschall Bildern der Prostata in Echtzeit. Mit Hilfe einer Software erfolgt die Berechnung der benötigten Energiedosis zur Zerstörung des Tumorgewebes unter Schonung der Harnröhre und des Enddarms. Im Anschluss an die Behandlung ist eine Erfolgskontrolle mittels Kontrastmittelsonographie möglich (Abbildung 1). Falls notwendig kann eine weiterführende Nachbehandlung in gleicher Sitzung durchgeführt werden.

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Abbildung 1: Erfolgskontrolle mittels Kontrastmittelsonographie: Das obere Bild zeigt eine Kontrastmittelauslöschung des nicht mehr durchbluteten Areals der Prostata (Mit freundlicher Genehmigung der Firma EDAP TMS)

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Abbildung 2: Planungs- und Behandlungseinheit des „Focal One“ Gerätes

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Abbildung 3: Rechtsseitenlage des Patienten während der Behandlung