Zahlen

Ein paar Zahlen...

 

Die Wahrscheinlichkeit, dass es bei normal frequentiertem, ungeschütztem Geschlechtsverkehr bei fertilen Geschlechtspartnern innerhalb eines Monats zu einer Schwangerschaft kommt liegt bei ca. 20-25%. Im ersten halben Jahr steigt diese Rate auf ca. 75% und im ersten Jahr auf 90% (Spira 1986).

Das Alter der Frau ist der wichtigste Einflussfaktor der Schwangerschaftsrate. Verglichen mit einer 25 jährigen Frau halbiert sich diese im 35. Lebensjahr, sinkt auf etwa 25% im 38. Lebensjahr und beträgt unter 5% bei Frauen älter als 40 Jahre (Rowe et al. 2006).

Von den Fachgesellschaften wird eine Abklärung der Zeugungsfähigkeit erst empfohlen, wenn ein unerfüllter Kinderwunsch (bei ungeschütztem, normal frequentiertem Geschlechtsverkehr) länger als 1 Jahr vorliegt. In der Bundesrepublik bleibt ca. jede sechste Ehe oder Partnerschaft ungewollt kinderlos. In 30% wird ein andrologischer Sterilitätsfaktor allein, in bis zu 50% als Kofaktor der Kinderlosigkeit angenommen. Das bedeutet, dass theoretisch 300.000 Männer behandlungsbedürftig sind. Zwei Drittel dieser Paare suchen Rat beim Arzt, nur ein Drittel der betroffenen Männer ist jedoch zum Arztbesuch entschlossen. Bei etwa 40% der infertilen Männer kann keine Ursache (so genannte idiopathische Infertilität) gefunden werden (WHO 2000).

Die Zeugungsfähigkeit des Mannes beginnt mit der Pubertät (in der Regel zwischen dem 15. und 16. Lebensjahr) und kann – im Gegensatz zur Frau – bis zum Tod fortbestehen. In Studien konnte eine Abnahme der Ejakulatqualität mit dem Alter gezeigt werden. Hierbei kam es zu 50% weniger Schwangerschaften ab einem Alter von 35 Jahren im Vergleich zu Männern unter 25 Jahren (Ford et al. 2000).

Die Bildung von Spermatozoen (Spermien) ist komplex und mit einem hohen Zelldurchsatz verbunden. Bei einem zeugungsfähigen Mann reifen täglich ca. 300 - 500 Millionen Spermatozoen. Hierbei dauert es ca. 13 Wochen bis diese im Hoden gebildet wurden und im Nebenhoden herangereift sind. Vor dem Samenerguss werden die Spermatozoen im Nebenhoden gespeichert und falls eine Ejakulation ausbleiben sollte, nach 4 Wochen abgebaut. Insgesamt wird ein fertiler Mann während seiner Lebenszeit ca. 10 Billionen Spermatozoen gebildet haben.

Dank moderner Techniken der assistierten Reproduktion, wird für eine Schwangerschaft theoretisch nur ein Spermatozoon benötigt.