Fertilitätsabklärung

Erhebung der Anamnese

Bei der erstmaligen Vorstellung bei uns steht die Erhebung der Vorgeschichte (die so genannte Anamnese) im Vordergrund. Sie können vorab die Fragen, die Ihnen gestellt werden ausdrucken, in Ruhe Zuhause durchgehen und bei Ihrer Anmeldung abgeben (Download Anamnesebogen Andrologie, PDF). Hierdurch wird der Besuch bei uns in der Regel verkürzt und ein Optimum an Information erreicht.

Körperliche Untersuchung

Weiter wird eine körperliche Untersuchung durchgeführt werden. Neben der allgemeinen Untersuchung folgt eine Untersuchung der Leistenregion und des äußeren Genitale. Bei Auffälligkeiten in der Vorgeschichte kann ein Tasten der Prostata notwendig werden.

Sonographie

Zu jeder andrologischen Abklärung gehört eine ausführliche Ultraschalluntersuchung (Sonographie). Neben der Untersuchung der Nieren und der Blase werden hierbei vor allem die Hoden beurteilt. Neben der Größe und der Struktur des Hodengewebes wird hierbei ein Hauptaugenmerk auf das Vorliegen von Varikozelen, Hydrozelen und Spermatozelen gelegt.

Hormonelle Untersuchung

Um eine hormonelle Ursache der Fertilitätsstörung auszuschließen ist eine Abklärung mittels Blutentnahme notwendig. Hauptaugenmerk sind hierbei das männliche Sexualhormon Testosteron, das Follikelstimulierende Hormon (FSH), das Luteinisierende Hormon (LH) und das Prolaktin.

Spermiogramm

Zu jeder Fertilitätsabklärung gehört die Erstellung eines Spermiogramms. Hierbei wird das Ejakulat unter dem Mikroskop nach bestimmten Kriterien wie Spermienkonzentration, Beweglichkeit und Aufbau der Spermien beurteilt.

Weiterführende Untersuchungen

Ist der Verdacht gegeben, dass eine Infektion für die Infertilität ursächlich ist, kann ergänzend eine mikrobiologische Untersuchung des Ejakulats und Harnröhrenabstriche erforderlich werden. Zusätzliche Laborparameter können weitere hormonelle Ursachen eingrenzen. Liegt eine Aspermie vor, wird im postejakulatorischem Urin – Urin nach Ejakulation – unter dem Mikroskop nach Spermatozoen gesucht. Bei speziellen Fragestellungen, wie z. B. Utikuluszysten oder anderen anatomischen Veränderungen der Harnröhre kann eine Harnröhren- und Blasenspiegelung (Urethrozystoskopie) in unserer Urologischen Poliklinik ambulant erfolgen. Diese Untersuchung erfolgt bei uns grundsätzlich mittels videounterstütztem flexiblen Zystoskop. In seltenen Fällen kann ein bildgebendes Verfahren (wie z. B. eine Computertomographie oder Magnetresonanztomographie) erforderlich werden. Gerne vereinbaren wir zeitnah für Sie einen Termin in unserer Radiologischen Abteilung. Von großem Vorteil erweißt sich hierbei die langjährige Erfahrung unserer Kollegen, vor allem auch bei seltenen Befundbildern. Bei einer ausgeprägten Oligozoospermie oder Azoospermie empfehlen wir eine genetische Beratung und Abklärung. Hierzu bieten wir Ihnen eine Vorstellung in unserem humangenetischen Institut an.

Entstehende Kosten

Nach geltendem Recht ist die Diagnostik und Therapie der männlichen Infertilität ein Bestandteil des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV).