Aktuelles Leistungsspektrum und chirurgische Schwerpunkte
In den letzten Jahren haben wir die Urologische Klinik der Universität München konsequent zu einer urologisch-chirurgischen Klinik ausgebaut, die die Breite des urologischen operativen Spektrums auf höchstem Niveau anbietet. Ob offen chirurgische Operationsverfahren, Roboter-unterstützte Chirurgie ("da Vinci" mit deutlich über 150 Roboter-unterstützten Eingriffen in 2011), Laparoskopie ("Schlüsselloch-Chirurgie"), Endoskopie, minimal-invasive Chirurgie oder Mikrochirurgie, sämtliche operativen Behandlungsmöglichkeiten finden Sie bei uns durch spezielle Teams mit herausragenden Spezialisten besetzt.
Den deutlichen und kontinuierlichen Anstieg der Häufigkeit der verschiedensten Operationen sehen wir als Ausdruck der großen Zufriedenheit unserer Patienten an, da er im Wesentlichen auf "Mund-zu-Mund"– Empfehlungen beruht. An dieser Stelle möchten wir auch betonen, dass wir keine sogenannten "Einweiserprämien" zahlen, weder offen noch verdeckt, wie es viele andere Kliniken oder Abteilungen tun.
Heute ist die Urologische Klinik der Universität München auf Grund der Häufigkeit der verschiedensten urologischen Operationen eine der führenden operativen urologischen Universitätskliniken in Europa.
Dank unserer hohen Leistungsfähigkeit unterstützt und fördert der Vorstand des Klinikums der Universität München die Urologische Klinik dabei, für Sie eine bestmögliche Qualität der Versorgung und Unterbringung anzubieten. So haben wir in 2009 den Komplettumbau unserer Poliklinik in Großhadern und in 2010 und die Kernsanierung mit Komplettrenovierung einer unserer Stationen abgeschlossen.
Um Ihnen einen Eindruck über unsere Leistungsfähigkeit zu verschaffen, im Folgenden einige Operationszahlen aus dem Jahr 2011 (Die Qualitätsberichte 2006, 2008 und 2010, die einen detaillierten Überblick gestatten, stehen auf der Website des Gesamtklinikums zur Verfügung):
451 Operationen bei Prostatakrebs: "radikale Prostatektomien" (robotisch, retropubisch oder laparoskopisch), in der Mehrzahl "Nerven-erhaltend", d. h. mit dem Ziel einer guten Frühkontinenz und einer guten Potenz. Ganz überwiegend werden diese Operationen sehr schonend in Rückenmarksnarkose ("Spinalanästhesie") durchgeführt. Zusätzlich bieten wir als Alternative zur Operation die Brachytherapie in Zusammenarbeit mit der Klinik für Strahlentherapie an.
Auf Grund der Daten des Tumorzentrums München, eigener Erfahrungen sowie der anderer Spitzeninstitutionen (Onkologische Klinik des MD Anderson Cancer Centers und Urologische Klinik der Universität Toronto) haben wir damit begonnen, ausgewählten Patienten mit Prostatakrebs und Lymphknoten- und/oder einzelnen Knochenmetastasen eine aggressive kombinierte Behandlungsstrategie aus Operation und nachfolgender Strahlentherapie anzubieten.
343 Operationen bei gutartiger Prostatavergrößerung: 270 endoskopische Prostataresektionen ("TUR-P" mit modernsten Geräten wie z B der "bipolaren Resektion"), 56 KTP- oder HOLEP-Laserungen und 16 offen-chirurgische Entfernungen.
203 Operationen bei Nierenkrebs: 52 "Tumornephrektomien" und 151 "partielle Tumornephrektomien" (d. h. bei diesen Patienten konnte der Nierenkrebs so operiert werden, dass der Krebs entfernt, die gesunde Restniere aber erhalten wurde; bei mehreren Patienten konnte ein Nierenkrebs, der beide Nieren befallen hatte, beidseits Organ-erhaltend entfernt werden). Oft können diese Nierenkrebsoperationen und andere Nierenoperationen bei gutartigen Erkrankungen laparoskopisch (‘Schlüssellochchirurgie’) durchgeführt werden. Neben diesen Operationen bei Nierenkrebs führten wir noch bei 37 weiteren Patienten eine zumeist laparoskopische Entfernung der Niere durch.
143 minimal-invasive Operationen (‘Bandeinlage’) bei weiblicher und männlicher Harninkontinenz (unwillkürlicher Harnverlust); bei Inkontinenz bei Männern nach Prostataoperationnen haben wir mit in der Zwischenzeit weit über 400 "Advance-Band" – Einlagen ein minimal-invasives Operationsverfahren auf höchstem Niveau etabliert.
492 endoskopische Entfernungen von Harnblasentumoren
Im dritten Jahr in Folge haben wir über 100 Harnblasenersatzoperationen pro Jahr mit der entsprechenden Entfernung der Harnblase (‚radikale Zystektomie’) vorgenommen. 105 Blasenersatz-Operationen: "Harnableitungen" bei Patienten mit fortgeschrittenem Harnblasentumor oder (selten) schweren anderen Blasenerkrankungen; hier bieten wir das gesamte Spektrum des Harnblasenersatzes an ("Ileum-Neoblase", "katheterisierbarer Pouch", "Rektum-Sigma-Pouch" und "Ileum-Conduit").
104 Operationen mit vollständiger Entfernung der Blase ("radikale Zystektomie") bei lokal fortgeschrittenem Blasenkrebs; oft können diese Operationen "Nerven-erhaltend", d. h. mit dem Ziel einer guten Frühkontinenz und einer guten Potenz, durchgeführt werden.
409 Harnleiterspiegelungen ("diagnostische und/oder therapeutische URS") zur Behandlung von Harnsteinleiden im Harnleiter oder in der Niere (oft in Verbindung mit einer Zertrümmerung der Steine mittels verschiedener, auf die jeweilige Situation angepassten Laser) oder zur Erkennung von Tumoren des Harnleiters oder des Nierenbeckens; in ausgewählten Fällen auch zur Laserbehandlung von oberflächlichen Harnleiter- und Nierenbeckentumoren.
71 offene Operationen und 112 endoskopische Operationen ("Sachse-Urethrotomie") bei männlichen Harnröhrenengen.
In unserem ambulanten Operationszentrum im Innenstadt-Klinikum der Universität München bieten wir eine Fülle von ambulanten Operationen an wie z. B. Vasektomien, Zirkumzisionen, Hydrozelenabtragungen, Kondylom-Laserungen oder Botox-Injektionen in die Harnblase. Dies gilt bis Ende Februar 2012, ab März 2012 werden die ambulanten Operationen am Standort Großhadern durchgeführt.
Zwischen der Urologischen Klinik der Universität München und dem Informationsportal operation.de besteht eine Kooperation. Auf operation.de finden Patienten zu bestimmten Operationen nützliche und hilfreiche Informationen (u. a. zu den Themen Prostatakrebs, Blasenkrebs oder Harninkontinenz).