Hintergrundinformationen zur Fusionsbiopsie der Prostata

Für das Prostatakarzinom kann eine Früherkennung durchgeführt werden, welche in der Regel für Männer mit einem Lebensalter von mindestens 45 Jahren und einer mutmaßlichen Lebenserwartung von mehr als 10 Jahren empfohlen wird.

Wenn im Rahmen dieser Früherkennung der Verdacht auf ein Prostatakarzinom gestellt wird (z. B. aufgrund eines erhöhten PSA Wertes), dann sollte eine Biopsie zur Sicherung oder Ausschluss dieser Verdachtsdiagnose durchgeführt werden.

Die Biopsie erfolgt nach einer lokalen Betäubung ultraschall-gesteuert über den Enddarm. Mit einer dünnen Biopsie Nadel werden üblicherweise 10 – 12 Biopsien gleichmäßig über die Prostata verteilt entnommen. Diese Verteilung nach einem festgelegten Schema ist notwendig, da Prostatakarzinome üblicherweise für den Ultraschall unsichtbar sind und somit nicht gezielt biopsiert werden können. Durch eine gleichmäßige Verteilung der Entnahmestellen soll sichergestellt werden, dass in keinem Bereich der Prostata ein größeres Karzinom übersehen wird. Zusätzlich können auch Karzinome detektiert werden, welche an mehreren Stellen gleichzeitig auftreten („multifokal“).