Regelmäßige Kontrolluntersuchungen vor der Transplantation

Während der Wartezeit müssen regelmäßig, je nach Zustand des Patienten, etwa alle 3 Monate, Kontrolluntersuchungen vom betreuenden Nephrologen durchgeführt werden. Darüber hinaus sollte sich der Patient alle 6 - 12 Monate im Transplantationszentrum vorstellen. Sollte sich aus diesen Untersuchungen eine Veränderung des Status des Patienten ergeben (z. B. wegen einer Infektion kurzfristig nicht transplantabel oder wegen einer erheblichen Verbesserung des Zustandes eine Streichung von der Liste), wird dies zwischen den Spezialisten des Transplantationszentrums und dem Patienten ausführlich besprochen. Patienten können auch während der Wartezeit einen Beitrag zum Erfolg der zukünftigen Transplantation leisten: Der Verzicht auf übermäßigen Alkohol und auf Nikotin verhindert zusätzliche Leber- oder Lungenschäden. Das Vermeiden von größeren Menschenansammlungen vermindert die Gefahr grippaler Infekte - vor allem im Winter. 



Trotzdem sollten vorübergehende Erkrankungen, wie z. B. ein fieberhafter Infekt oder eine Bronchitis, Magengeschwür oder eine Verletzung durch einen Unfall unverzüglich dem Transplantationszentrum gemeldet werden. Das Transplantationszentrum kann dann die Schwere dieser Erkrankung bewerten und den Patienten gegebenenfalls als nicht transplantabel melden. Während dieser Nicht-Transplantabel-Zeit erhält der Patient keine Organangebote. Die NT-Zeit führt dies zu keinem Verlust der Wartezeit, da diese in der Regel ab dem Beginn der Dialyse gerechnet wird (bei Patienten kurz vor Dialyse ab Beginn Listung). Die Wartezeit kann zwischen wenigen Tagen und Wochen (äußerst selten) bis zu mehreren Jahren (auf Grund des Spendermangels häufig) dauern.