Erfolgsaussichten nach einer Nierentransplantation

Die meistern schwer niereninsuffizienten Patienten haben zum Zeitpunkt der Nierentransplantation bereits eine lang dauernde Erkrankung hinter sich mit häufigen Arztbesuchen und regelmäßiger Dialyse. Die Nierentransplantation führt zu einer erheblichen Verbesserung des Allgemeinbefindens und der Lebensqualität.

Die seelischen Befindlichkeiten nach einer Transplantation sind für die Patienten kein leichter Spaziergang, aber doch ein Weg in ein besseres Leben. Die meisten Patienten akzeptieren relativ schnell, dass sie gewisse Vorsichtsmaßnahmen ergreifen und in enger Anbindung an die betreuenden Transplantationsärzte leben müssen. Dies wird in der Regel sogar als ein gewisser Vorteil gesehen. Es gibt wenige Personengruppen, deren Gesundheit so engmaschig und kontinuierlich kontrolliert wird, wie transplantierte Patienten. Die neue Niere wird als „eigen“, die Nierentransplantation als der Beginn eines neuen Lebens akzeptiert, das man nun bewusster führt als dies vielleicht vor der Transplantation der Fall war.

Nierentransplantierte haben gute Chancen, dieses neue Leben über lange Zeit zu genießen. Durch ständige Verbesserung der Technik und Forschung auf dem Gebiet der Immuntherapie (Immunsuppression) steigt die Funktionsdauer der Transplantate stetig an. Gegenwärtig werden Einjahres-Organ-Funktionsraten von über 85% erreicht. Die Nierenfunktions-Quoten sind jedoch stark abhängig von der Grunderkrankung sowie dem Gesamtzustand, Folge- und Begleiterkrankungen des Patienten. Im Durchschnitt funktioniert eine transplantierte Niere ca. 15 Jahre. Aus verschiedenen Gründen kann es allerdings zu einem langfristigen Versagen des Transplantates mit erneuter Dialysepflichtigkeit kommen und eine Retransplantation notwendig sein.