Regelmäßige Kontrolluntersuchungen vor der Transplantation

Während der Wartezeit müssen regelmäßig, etwa alle 3 Monate, Kontrolluntersuchungen im Transplantationszentrum durchgeführt werden. Sollte sich aus diesen Untersuchungen eine Veränderung des Status des Patienten ergeben (z. B. wegen einer Infektion kurzfristig nicht transplantabel oder wegen einer erheblichen Verbesserung des Zustandes eine Streichung von der Liste), wird dies zwischen den Spezialisten des Transplantationszentrums und dem Patienten selbstverständlich ausführlich besprochen. Patienten können auch während der Wartezeit einen Beitrag zum Erfolg der zukünftigen Transplantation leisten: Der Verzicht auf Alkohol und Nikotin verhindert das weitere Fortschreiten von Lungen-, Gefäß-, Herz- und Leberschäden. Das Vermeiden von größeren Menschenansammlungen vermindert die Gefahr grippaler Infekte - vor allem im Winter.

Trotzdem sollten vorübergehende Erkrankungen, wie z. B. ein fieberhafter Infekt oder eine Bronchitis, Magengeschwür oder eine Verletzung durch einen Unfall unverzüglich dem Transplantationszentrum gemeldet werden. Das Transplantationszentrum kann dann die Schwere dieser Erkrankung bewerten und den Patienten gegebenenfalls als nicht transplantabel melden. Während dieser NT-Zeit erhält der Patient keine Organangebote. Wenn sich diese NT-Zeit auf einen Zeitraum von weniger als 4 Wochen beschränkt, führt dies zu keinem Verlust der Wartezeit.