Untersuchungen zur Aufnahme auf die Warteliste

Vor Aufnahme auf die Warteliste ist es wichtig zu klären, ob der Patient aus medizinischer Sicht (abgesehen von seiner schweren Darmerkrankung) für die Transplantation geeignet ist. Diese muss mit einem vertretbaren Risiko durchgeführt  werden können.

Neben der eingehenden Untersuchung des Herz- und Kreislaufsystems wird auch die Funktion der Lungen getestet und der gesamte körperliche Zustand wird analysiert. Zusätzlich ist eine detaillierte Gefäßdarstellung mittels Angio-Computertomographie des Abdomens notwendig, um die Operation von technischer Seite zu planen. Bei eingeschränkter Aussagefähigkeit erfolgt zusätzlich eine angiographische Gefäßdarstellung der Abdominalgefäße zur technischen Operationsplanung. Umfangreiche Untersuchungen des Blutes dienen zum Ausschluss latenter Tumorerkrankungen und chronischer Infektionen.

Auch psychiatrische und psychosomatische Erkrankungen werden untersucht, beurteilt und gegebenenfalls behandelt. Sind alle Untersuchungen abgeschlossen, werden die Ergebnisse zusammengestellt und dem Transplantationszentrum übergeben. Dort entscheidet ein Gremium  aus Gastroenterologen, Chirurgen und Anästhesisten, ob der Patient – falls dies sein Wunsch ist - auf die Warteliste aufgenommen werden kann und soll.