Einbestellung zur Dünndarm- oder zur Multiviszeralen Transplantation

Der entsprechende Telefonanruf bedeutet zwar noch nicht, dass der Empfänger auf jeden Fall transplantiert wird. Dazu muss das Entnahmeteam zunächst vor Ort beim Spender entscheiden, ob der Dünndarm/die Organe nach deren Inspektion keinerlei Mängel aufweisen und somit transplantiert werden können. Aus Zeitgründen ist es aber zu diesem Zeitpunkt bereits unabdingbar, dass der Empfänger ohne große Verzögerung zum Krankenhaus kommt.

Nach Erhalt des Telefonanrufs sollte man eine darauf verzichten, zu telefonieren, damit das Transplantationszentrum den Patienten jederzeit erreichen und über Änderungen im Zeitplan oder Ablauf informieren kann. Man sollte absolute Ruhe bewahren – in aller Regel organisiert das Transplantationszentrum den Transport vom Aufenthaltsort zur Klinik – je nach Entfernung mit einem Einsatzfahrzeug mit Sondersignal, eventuell sogar mit Hubschrauber.

Nach Ankunft in der Klinik und Aufnahme (meistens über die Notaufnahme) wird der Patient auf der entsprechenden Station (Station G0 oder H5) bereits erwartet. Danach sind noch einige routinemäßige Untersuchungen notwendig. All diese Maßnahmen werden aus Zeitgründen bereits durchgeführt, ohne dass notwendigerweise bereits das Spenderorgan endgültig akzeptiert ist. Es kann also immer noch zu einer Absage der Transplantation kommen.